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Zur Abwehr: Die Einsatzkompanie in Kosovo

Novo Selo, 30.03.2011, aktuell – Zeitung für die Bundeswehr.
Eher ausgestattet wie Polizeikräfte als wie Soldaten, stehen die Crowd and Riot Control (CRC)-Kräfte der deutschen Einsatzkompanie in Kosovo bereit, sollte es zu Unruhen und Gewaltakten kommen.

Feldjäger mit ABC-Maske und Spezialhelm

Zum Eingreifen bereit: Feldjäger der Einsatzkompanie (Quelle: Bundeswehr/Faller)Größere Abbildung anzeigen

Seit Mitte Februar sind die Soldaten in Novo Selo stationiert. Sie sind hoch mobil und können jederzeit auch per Hubschrauber an jeden Ort im Land verlegt werden. Ihr Schwerpunkt ist aber der Norden. Ihr Auftrag lautet: mit Patrouillen und Kontrollpunkten im Raum Mitrovica Präsenz zeigen. „Um dies zu gewährleisten, ist ständig ein Zug mit etwa 30 Soldaten im Einsatz“, sagt Hauptmann Henning T., Kompaniechef der Einsatzkompanie.

Ein Halbzug überwacht dabei die beiden Hauptbrücken über die Ibar. Denn der Fluss bildet die Trennlinie zwischen den Kosovo-Serben im Norden und der albanischen Bevölkerung im Süden. Der andere Halbzug betreibt mehrere Kontrollpunkte und ist als mobile Patrouille in dem zugewiesenen Raum unterwegs. „Reichen die Kräfte nicht aus, kann ein weiterer Zug alarmiert werden, dieser befindet sich als Reserve in Novo Selo in 60-minütiger Bereitschaft“, erklärt der 30-jährige Offizier.

Info-Box: Die Kosovo Force (KFOR)
Gegründet 1999 und ursprünglich rund 50.000 Mann stark, umfasst die KFOR heute noch etwas mehr als 8.000 Soldaten aus gut 30 Ländern. Unter Führung der NATO fördern sie den Aufbau von Sicherheitsstrukturen im Land, in dem bis zum Eingreifen der internationalen Gemeinschaft ein Krieg tobte.

Die Bundeswehr ist vor allem im Süden des Kosovo präsent. Rund 1.200 Soldaten und Soldatinnen umfasst das Kontingent, zu dem auch die Einsatzkompanie mit ihren CRC-Kräften gehört. Mittelfristig soll die KFOR noch weiter reduziert werden.

Befehligt wird die Einsatzkompanie zwar vom KFOR-Hauptquartier, taktisch geführt wird sie jedoch von amerikanischen Kräften. Deshalb ist in Novo Selo ein US-Befehlsstand eingerichtet.

Aufbauend auf die Ausbildung in Deutschland trainierten die Soldaten nun das Eingreifen bei gewalttätigen Demonstrationen am neuen Stationierungsort. Hinzu kamen technische Einweisungen an Ausrüstungsgegenstände, die so nur im Einsatzland vorhanden sind sowie die Erkundung des Einsatzraumes. „Wir sind gut für den Einsatz ausgebildet, aber wir hoffen, dass wir von unseren Fähigkeiten auch weiterhin keinen Gebrauch machen müssen“, betont der Hauptmann.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Dirk Draewe


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