Sie sind hier: Startseite > Soziales > Gelebte Verantwortung: Gräberpflege in Berlin

Gelebte Verantwortung: Gräberpflege in Berlin

Berlin, 30.05.2011.
Unkraut auf Gräbern, umringt von meterhohem Gras: Das ist für 24 Wehrpflichtige und Reservisten aus Berlin Grund genug anzupacken. Sie pflegen zwei Wochen lang den Friedhof der Jüdischen Gemeinde Adass Jisroel – freiwillig.

Soldaten pflegen die Gräber

Vergangenes für die Zukunft erhalten (Quelle: Bundeswehr/Pagel)Größere Abbildung anzeigen

Rasen mähen, Unkraut jäten und Laub harken – über die Monate sammelt sich vieles an. Aber es muss gemacht werden. Der jüdische Gemeindefriedhof in Berlin-Weißensee wird regelmäßig großflächig gereinigt, denn zu schnell ergreift die Natur Besitz von ihm.

Der Friedhof ist Zeugnis jüdischen Lebens in Berlin. Die Mehrheit der Bestatteten hat keine Nachfahren mehr. Die Pflege der Gräber ist somit Aufgabe der Gemeinde, die dafür viele helfende Hände benötigt. Dass es für die Pflegeaktion in diesem Jahr mehr Anmeldungen als freie Plätze gab, stimmte alle Anwesenden glücklich.

„Man muss sich einmal vergegenwärtigen, welche Bedeutung so etwas hat“, sagte Dr. Mario Offenberg, Vorsitzender der Synagogengemeinde. Er wirkt sichtlich erfreut über das Engagement von Soldaten und Reservisten. Für ihn ist der Einsatz ein Geschenk. Viele Gruppen beteiligen sich gerne an Pflegearbeiten, aber so fleißig wie die Bundeswehr zu sein, das schaffen die wenigsten Helfer: „Von allen, die hier mithelfen, sind sie die Besten.“

Brigadegeneral Braunstein schüttelt die Hand eines Soldaten

Anerkennung: Handschlag von General Braunstein (Quelle: Bundeswehr/Pagel)Größere Abbildung anzeigen

Auch Brigadegeneral Peter Braunstein, Kommandeur des Standortkommandos Berlin, würdigte das Engagement der Soldaten: „Ich bin schon stolz, denn unsere Soldaten und Reservisten machen das komplett freiwillig.“

Nach einem Rundgang über das Gelände und einem Frühstück für alle engagierten Helfer endeten zwei spannende Wochen. Auch für die Wehrpflichtigen war der Pflegeeinsatz eine lehrreiche Abwechslung. „Soldat zu sein heißt eben auch, Verantwortung zu übernehmen“, findet einer, der erst im Januar zur Bundeswehr kam.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 03.12.13 | Autor: Sascha Lawrenz


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.soziales&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB170000000001%7C8H8JHU612DIBR