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Serie: Der Weg zur Bundeswehr

Bis ein angehender Soldat das erste Mal vor einem Kasernentor steht, muss manches erledigt werden: Neben Musterung und Eignungsfeststellung gibt es viele kleine Schritte auf dem Weg zur Bundeswehr. Hier stellen wir Ihnen vor, wie dieser aussehen könnte.


Eine junge Frau im Gespräch mit einem Wehrdienstberater der Marine
Beim Wehrdienstberater: Infos von Mensch zu Mensch (Quelle: Bundeswehr/Jonack)Größere Abbildung anzeigen

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Viele Fragezeichen und eine Idee

Sie lernen gerade für Ihre Abschlussprüfungen und haben eigentlich keine Zeit, Gedanken an etwas anderes zu verschwenden? Doch auch nach den Prüfungen gibt es neue Aufgaben: Studium oder Berufsausbildung? Sie wissen noch nicht, was es am Ende werden soll?

Im Freundeskreis haben Sie schon einiges über die Bundeswehr gehört, beschäftigt haben Sie sich aber noch nicht damit? Zeit für eigene Erfahrungen. Ein Jahr bei der Bundeswehr dienen und herausfinden, wie es beruflich weitergeht.

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Das Beratungsgespräch

Die Prüfungen sind gelaufen, der Stress ist verflogen. Bevor Sie mit Freunden in den Urlaub fahren, haben Sie sich entschlossen, einen Wehrdienstberater anzurufen. Auf den Karriereseiten der Bundeswehr haben Sie zwar ein paar Eindrücke gesammelt, die konkreten Fragen aber wollen Sie bei einem persönlichen Gespräch klären.

Der Wehrdienstberater informiert Sie am Telefon erst einmal generell über ihre Möglichkeiten: Laufbahnen, Berufe und Einsatzmöglichkeiten.

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Sie sind interessiert und vereinbaren einen persönlichen Beratungstermin im Kreiswehrersatzamt. Dort angekommen, werden bei einem Gespräch all ihre Fragen rund um die Bundeswehr beantwortet: welche Möglichkeiten Sie haben, die Dauer des Dienstes, an welchem Standort Sie Ihren Dienst verrichten könnten. Je länger das Gespräch dauert, desto mehr werden auch wichtige Detailfragen geklärt: Wie sieht es mit Gehalt, Urlaub und einer heimatnahen Verwendung aus?

Sie können sich vorstellen, bei der Bundeswehr anzufangen. Sie entscheiden sich, zunächst zusammen mit dem Wehrdienstberater eine Bewerbung für den Freiwilligen Wehrdienst vorzubereiten. Damit das gelingt, müssen Sie zunächst gemustert werden und einen computergestützten Test zur Eignungsfeststellung absolvieren.

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Die Musterung

Um 7 Uhr am Morgen sind Sie im Kreiswehrersatzamt. Für Ihren Geschmack zu früh, aber wer zur Bundeswehr möchte, muss früh aufstehen. Es stehen Ihre Musterung und anschließend Ihre Eignungsfeststellung an.

Sie haben darüber schon einige Geschichten gehört. Tatsächlich ranken sich vor allem um die ärztliche Untersuchung noch immer viele Gerüchte. Nur so viel: Ihnen wird niemand ein Haar krümmen, beim Musterungsarzt waren schon Millionen vor Ihnen. Das Ganze ist mit einem umfassenden Arztbesuch vergleichbar.

Glastür mit der Aufschrift „Ärztlicher Dienst“
Hier geht's lang: Unterwegs zur Musterung (Quelle: Bundeswehr/Bienert)Größere Abbildung anzeigen

Und los geht es: Zunächst nimmt ein Soldat Ihre Daten auf: Name, Geburtsdatum, Schulabschluss und anderes. Ist das erledigt, werden Sie zur sogenannten Steuerung geschickt. Hier erfahren Sie, welche Stationen Sie insgesamt im Rahmen Ihrer Musterung absolvieren müssen.

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T1, T2 und T5

Bei der Musterung erwarten Sie viele allgemeine Untersuchungen, aber auch ein Seh-, Hör- und Drogentest. Im anschließenden Gespräch wird Ihre gesundheitliche Vorgeschichte unter die Lupe genommen. Ein Soldat muss gesund sein, schwere Vorerkrankungen können zur Ausmusterung führen.

Am Ende erhalten Sie Ihren Tauglichkeitsgrad, umgangssprachlich oft als T1, T2 oder T5 bezeichnet. Sind Sie komplett gesund, erhalten Sie T1. Sie sind damit voll verwendungsfähig, also auch für spezielle Tätigkeiten wie zum Beispiel das Fallschirmspringen geeignet. Die meisten Soldaten haben den Tauglichkeitsgrad T2, sind also mit meist nur kleinen Einschränkungen einsetzbar. Wer T5 bekommt, ist für den Dienst in der Bundeswehr leider untauglich.

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Fähigkeiten erkennen und nutzen

Anschließend geht es für Sie zur Eignungsfeststellung. Ein sehr umfangreicher, computergestützter Test, bei dem Sie Mathematik-, Deutsch- und Logikaufgaben lösen müssen. Das Ergebnis erleichtert es der Bundeswehr, Sie nach Ihren Fähigkeiten einzusetzen.

Musterung und Eignungsfeststellung sind gelaufen und Sie wollen immer noch zur Bundeswehr? Prima, denn jetzt sprechen Sie noch bei einem Psychologen vor und anschließend beim sogenannten Einplaner. Hier können Sie Wünsche äußern: Heer, Luftwaffe oder Marine? An welchem Standort möchten Sie dienen? Garantiert bekommen Sie das nicht, aber man ist bemüht, Ihre Wünsche zu berücksichtigen.

Ein künftiger Wehrdienstleistender im Gespräch mit einem Soldaten
Beim „Einplaner“: Welche Wünsche lassen sich erfüllen? (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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Post vom Amt

Nach einiger Zeit wird Ihnen der Postbote dann einen Bescheid zustellen, der Ihnen Ihre Einheit, Ihren Standort und Ihre Dienstzeit mitteilt.

Dieser Mitteilung zum Dienstantritt liegen noch eine Fahrkarte und mehrere Merkblätter bei. Hinweise, die Sie unbedingt beachten sollten.

Lesen Sie im dritten und letzten Teil dieser Serie alles über den Dienstantritt bei der Bundeswehr.

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Die Anreise

Ein bisschen mulmig ist Ihnen schon: Sie sitzen im Zug und fahren zu Ihrer künftigen Einheit. Wie wird das wohl sein beim „Bund“?

Alle wichtigen Unterlagen zur Einberufung, Waschzeug, zivile Kleidung und persönlichen Bedarf haben Sie immerhin eingepackt. Außerdem fahren Sie ja nicht auf eine einsame Insel, sondern an einen Bundeswehrstandort in Deutschland.

Wenn Ihre Dienstantrittsreise mit der Bahn länger als zwei Stunden dauert, fahren Sie kostenlos in der ersten Klasse. Sie haben sich auch einen Sitzplatz reserviert, diesen zwar auf eigene Kosten, aber immerhin können Sie sich dann noch etwas ausruhen.

Später kommen Sie dann an Ihrem Zielbahnhof an. Die Kaserne ist vielleicht vom Bahnhof aus zu sehen, also nur wenige Minuten zu Fuß entfernt. Oder Sie werden abgeholt. An der Wache haben Sie dann Ihren Personalausweis und den Mitteilungsbrief zum Dienstantritt griffbereit.

Junge Männer passieren die Wache einer Kaserne
Die Wache: Einlass in eine neue Welt (Quelle: dpa/Wüstneck)Größere Abbildung anzeigen

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Ein neuer Lebensabschnitt

Die Soldaten an der Wache gewähren Ihnen Einlass und bringen Sie und Ihre Kameraden zu Ihrer Einheit. Hier werden Ihre persönlichen Daten erfasst, die Stuben verteilt und ein vorläufiger Truppenausweis erstellt. So langsam wird es ernst.

Sie sind jetzt in der Obhut Ihrer militärischen Vorgesetzten. Diese werden Ihnen helfen, sich im militärischen Alltag zurechtzufinden. Alles ist neu, Begriffe wie „Spieß“ oder „U-Raum“ fallen. Und schnell fangen Sie an, den Durchblick zu bekommen. Das haben schließlich auch schon viele Männer und Frauen vor Ihnen geschafft. Viel Erfolg!

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Weiterführende Links

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Stand vom: 21.01.13 | Autor: Sascha Lawrenz/Frank Bötel


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