Operation Atalanta: Druck auf Piraten erhöht
Norhtwood (Großbritannien), 20.06.2012, AFP.
Die Anti-Piraterie-Operation Atalanta der Europäischen Union zeigt deutliche Erfolge, doch diese Erfolge sind nicht unumkehrbar. Darauf wies der Befehlshaber der Mission, der britische Rear Admiral Duncan Potts, hin.

„Wir haben den Druck auf die Piraten erhöht und dürfen jetzt nicht nachlassen
“, betonte Potts gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP. Seine Einschätzung machte der 51-Jährige an Zahlen fest: Kaperten Piraten im letzten Jahr noch 31 Schiffe im Operationsgebiet der Mission am Horn von Afrika, gelang ihnen dieses in diesem Jahr bislang lediglich in fünf Fällen. Dennoch seien derzeit sieben Schiffe mit rund 200 Seeleuten in der Gewalt von Piraten – gegenüber 20 Schiffen mit mehr als 500 Besatzungsmitgliedern im letzten Jahr.
Die Operation Atalanta läuft seit Ende 2008. Sie schützt vor allem Schiffe des Welternährungsprogramms mit Lebensmitteln für die somalische Bevölkerung. Außerdem überwacht sie unter anderem das Seegebiet vor der Küste Somalias und leistet Schiffen Hilfe, die von Piraten angegriffen werden.
Aktuell besteht der Flottenverband aus sechs Kriegsschiffen mit acht Bordhubschraubern. Hinzu kommen fünf Seefernaufklärer. Ihr gemeinames Operationsgebiet umfasst rund vier Millionen Quadratkilometer des Indischen Ozeans. Die Bundeswehr beteiligt sich derzeit mit der Fregatte Bremen an Atalanta.


