Türkei-Einsatz: Verladung beginnt, Vorauskommando gestartet
Travemünde/Eindhoven, 08.01.2013.
Am Morgen des 8. Januars hat in Travemünde die Verladung von Patriot-Systemen für den Einsatz in der Türkei begonnen. Sie wird bis zum Abend dauern.

Circa 300 Fahrzeuge und mehr als 130 Container werden auf der Fähre Suecia Seaways verstaut. Das gecharterte Schiff der dänischen Reederei DFDS bringt die Fracht dann zum türkischen Hafen Iskenderun, wo sie voraussichtlich am 21. Januar eintreffen und von deutschen Soldaten in Empfang genommen werden soll.
Das deutsche Kontingent umfasst rund 350 Soldaten und besteht im Kern aus zwei Patriot-Feuereinheiten der Luftwaffe. Eine Feuereinheit umfasst bis zu acht Startgeräte mit jeweils acht Lenkflugkörpern in der Erstbeladung, einen Feuerleitstand und ein Multifunktionsradar. Stationiert werden die deutschen Soldaten in Kahramanmaras, zwischen der Incirlink Air Base und der Stadt Diyarbakir.

Zusammen mit niederländischen Kameraden starteten parallel zur Verladung insgesamt rund 50 Soldaten in Eindhoven, um den Einsatz vorzubereiten. Zwei C-130-Hercules-Transportflugzeuge brachten die beiden Vorkommandos aus Deutschland und den Niederlanden und die dafür notwendige Fracht auf den türkischen NATO-Stützpunkt Incirlink, der strategisch günstig in Reichweite des deutschen Standortes Kahramanmaras liegt.
Bevor die beiden Hercules auf der Eindhoven Air Base gegen 10 Uhr Ortszeit abhoben, wurde das rund 20 Soldaten umfassende deutsche Kontingent vom Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Rainer Glatz, verabschiedet.

Auch die Niederlande und die USA beteiligen sich am NATO-Einsatz Active Fence in der Türkei. Mit Blick auf den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien hatte das Land seine Bündnispartner um Unterstützung gebeten.



