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Ein Dorf auf See - Teil 5 (Sprechertext)

Frühmorgens an Bord. Die Besatzung schläft noch. Nur die Seewächter und der Bäcker sind schon schwer beschäftigt. Rund 600 bis 800 Brötchen kommen jeden Morgen auf den Tisch und dazu etwa 20 Brote.

Oberbootsmann Wolfgang Sieber, Proviantmeister: „Morgen Herr Walter. Und, die Brötchen sind ja gut geworden, oder?
Walter: „Ja, finde ich auch.
Sieber: „Schön, weiter so.
Walter: „Danke.

Ab sieben Uhr gibt es Frühstück. Das Essen ist reichhaltig und für alle gleich, denn viele Aufgaben an Bord sind reine Schwerstarbeit.

Oberbootsmann Sieber: „Drei Mahlzeiten am Tag. Und an manchen Tagen, an Donnerstagen und an Sonntagen gibt es immer noch den Kuchen mit dazu und abends für die aufziehende Wache um 23.30 Uhr den Mittelwächter.

Ein harter Job. 365 Tage im Jahr. Die achtköpfige Küchenmannschaft ist selbst dann gefordert, wenn der Rest der Besatzung frei hat oder feiert. Hunger kennt keine Ferien. Nach einer kurzen Raucherpause geht es weiter. Das Mittagessen muss eingeteilt werden. Nach 18.000 bereitgestellten Portionen Truppenverpflegung in den letzten vier Monaten ist das nun schon Routine.

Soldat: „Es kommt schnell Routine rein. Aber für unseren Proviantmeister, der öfter mal so super Sondersachen einbaut, wo man wieder zeigen kann, was man drauf hat, oder für den Kommandanten mal so Spitzenessen, Ausessen von den Offizieren – da kann man dann mal wieder zeigen, was man im á-la-carte-Geschäft gelernt hat. Das macht dann eigentlich wieder Spaß.

Wie der Brunch am Nikolaustag. Das ist kein Spitzenessen, aber definitiv etwas Besonderes. Hinzu kommt noch, dass am Sonntag all die ausschlafen können, die keine Wache haben.

Die Kombüse hat immer geöffnet. Selbst im Hafen, wenn alle Ausgang haben, erwarten die Kameraden am Abend ihre gewohnte Mahlzeit.

Oberbootsmann Sieber: „Und läuft alles? Alles klar soweit?
Soldat: „Immer.

Um Elf wird zu Mittag gegessen. Für den kleinen Hunger zwischendurch gibt es die Kantine.

Fregattenkapitän Nils Brandt, Kommandant: „Habt ihr noch von den weichen Toffees da hier von den, na, Werthers Echte, gefüllte.
Obergefreiter Böhm: „Nee, haben wir nicht. Hier, Nimm2 soft?
Fregattenkapitän Brandt: „Nein, nicht Nimm2, sondern die Werthers mit Schokofüllung.
Obergefreiter Böhm: „Da waren von zwo Nav, die waren nicht von hier.
Obergefreiter Böhm: „So was gutes haben wir nicht.
Fregattenkapitän Brandt: „Mensch! Dann Storck-Riesen noch da?
Obergefreiter Böhm: „Ja.
Fregattenkapitän Brandt: „Ja, wunderbar. Siehste, geht doch.

Jahresabschlussmusterung vor Gibraltar. Kommandant Nils Brandt lobt, befördert und vergibt eine ganz besondere Auszeichnung an die Jungs hinter den Kochtöpfen.

Fregattenkapitän Brandt: „Ich möchte Ihnen, für das, was Sie geleistet haben, mindestens diese dreieinhalb Sterne überreichen, als Anerkennung für die erbrachte Leistung, die Sie als Kombüsenteam insgesamt gebracht haben. Dafür meinen Dank, meine Anerkennung und Respekt, Herr Spiering, und das können Sie sich vor die Kombüse hängen. Sie kriegen das andere Teil. Und das soll dann eine kleine Anerkennung sein, die Sie nach außen tragen.

Zunächst aber gilt, es den Proviant reinzutragen. Die ganze Mannschaft steht parat und hilft, denn die Vorräte müssen durch das gesamte Schiff geschleppt werden. Zur Belohnung gibt es dann Fleisch satt zum Mittag. Seeluft macht halt hungrig – dreimal am Tag, jeden Tag.

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Stand vom: 03.12.13


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