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GTK Boxer – „Den Einsatzkräften nur das Beste

Berlin, 01.06.2011.
Am 30. Mai wurde das gepanzerte Transportfahrzeug (GTK) Boxer im Gefechtsübungszentrum des Heeres offiziell an das Heer übergeben. Der Präsident des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB), Harald Stein, überreichte dem Amtschef des Heeresamtes, Generalmajor Wolf-Joachim Clauß, den symbolischen Schlüssel.

Übergabe eines symbolischen Schlüssels

Der Boxer ist da (Quelle: Bundeswehr/Winkler)Größere Abbildung anzeigen

Endlich kann das modernste gepanzerte Transportfahrzeug hier, an der fortschrittlichsten Ausbildungseinrichtung des Heeres, übergeben werden“. Mit diesen Worten begann der Präsident des BWB, Harald Stein, seine Rede.

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe fand eine lange und multinationale Entwicklung ein erfolgreiches Ende. Mit immer wieder wechselnden Partnernationen entwickelte die Bundesrepublik Deutschland in einem über 20 Jahre dauernden Prozess eines der heute modernsten Militärfahrzeuge weltweit. „Der Boxer wird es der Truppe ermöglichen, künftige Operationen unter bestmöglichem Schutz durchführen zu können“, ist Harald Stein bei der Schlüsselübergabe überzeugt.

Die Übergabe an das Heer fand nicht zufällig im Gefechtsübungszentrum in Letzlingen statt. Derzeit bereiten sich die Soldaten des Jägerbataillons 292 im dort auf ihren Einsatz in Afghanistan vor. Sie üben für den Ernstfall mit dem Boxer, den sie Anfang August im Einsatzgebiet übernehmen werden. In einem ersten Los werden dann fünf Fahrzeuge an die Truppe in Afghanistan übergeben.

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Clauß am Rednerpult

„Den Einsatzkräften nur das Beste“ (Quelle: Bundeswehr/Winkler)Größere Abbildung anzeigen

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Afghanistan ist kein Ort für Experimente

Auch der Amtschef des Heeresamtes, Generalmajor Wolf-Joachim Clauß, wies in seiner Rede auf die lange Realisierungsphase unter immer wieder wechselnden Rahmenbedingungen hin. Umso erfreuter zeigte er sich, dass der GTK Boxer nun an die Truppe übergeben werden kann. „Wir sind heute eine Armee im Einsatz und unsere Kameraden vor Ort verdienen zur Erfüllung ihres schwierigen Auftrages das am besten geeignete Gerät“, so Clauß.

Der Amtschef des Heeresamtes verdeutlichte, dass eine rasche Bereitstellung neuer Fähigkeiten wichtig sei, diese für den schwierigen Auftrag aber auch ausreichend ausgereift sein müssten. „Ein Einsatzgebiet wie Afghanistan ist nicht der Ort für Tests und Experimente“, sagte Clauß. Gerade die Erfahrungen aus dem Einsatz in Afghanistan hätten immer wieder zu Anpassungen an die Anforderungen des GTK Boxer geführt und weitere zeitliche Verzögerungen nach sich gezogen. Diese Verzögerungen seien aber „aufgrund unserer Verantwortung gegenüber den Soldatinnen und Soldaten gerechtfertigt“, betonte Clauß.

Clauß mit Schlüssel vor angetretener Besatzung

Der Schlüssel zum Erfolg (Quelle: Bundeswehr/Winkler)Größere Abbildung anzeigen

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Neue Maßstäbe in Schutzklasse, Mobilität und Flexibilität

Die Bundeswehr wird zukünftig über insgesamt 272 GTK Boxer in den verschiedensten Ausführungen verfügen. Das modular aufgebaute Fahrzeug auf System- und Baugruppenebene ist dann als Gruppentransportfahrzeug, als Führungsfahrzeug und als Sanitätsfahrzeug verwendbar. Künftigen Besatzungen bietet der Boxer optimierten Schutz gegen ballistische Bedrohung, Minen, Entdeckung und Identifizierung.

Das Fahrzeug ist so konzipiert, dass es auch unter schwierigsten geografischen und klimatischen Bedingungen eine hohe Durchhalte- und Überlebensfähigkeit für die Besatzungen garantiert. Neben allen Aspekten des Schutzes bietet der Boxer eine hohe operationelle und taktische Beweglichkeit und Reichweite und ist dabei strategisch verlegefähig und luftverlastbar.

Die angestrebte Nutzungsdauer des GTK Boxer beträgt 20 Jahre und mehr.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Dennis Köhler


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