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In Afghanistan viel erreicht

Berlin/Masar-i Scharif, 16.03.2011.
In Nordafghanistan, dem Verantwortungsbereich der Bundeswehr, hat sich die Sicherheitslage binnen der letzten Monate deutlich verbessert. Zu dieser Einschätzung kommt der ehemalige Kommandeur der Nordregion, Generalmajor Hans-Werner Fritz, kurz nach seiner Rückkehr aus dem Einsatz.

Afghanischer Soldat und ein deutscher Kamerad beobachten

Gemeinsam im Einsatz: Deutscher und afghanischer Soldat (Quelle: Bundeswehr/Wayman)Größere Abbildung anzeigen

„Wir haben insgesamt viel erreicht“, betonte Fritz am 16. März in Berlin. Bis Ende Februar hatte der deutsche General neun Monate lang im Norden des Landes eine „Großallianz“ mit Kräften aus 16 Nationen befehligt. Zuletzt standen ihm rund 5.000 US-Soldaten, beinahe ebenso viele Soldaten der Bundeswehr und circa 1.000 Soldaten aus anderen ISAF-Nationen zur Verfügung – mehr als jedem seiner Vorgänger.

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Mentoring und Partnering

Doch nicht nur die internationale Truppenverstärkung im Frühsommer hat nach Ansicht von Fritz zum bisherigen Erfolg beigetragen. Auch die afghanischen Sicherheitskräfte hätten sich bewährt. Gemeinsame Ausbildung („Mentoring“) und gemeinsamer Einsatz („Partnering“) von ISAF, afghanischer Armee und afghanischer Polizei „ sind für mich ohne Alternative“, so der General. Daran ändere auch der Anschlag vom 18. Februar nichts, bei dem ein afghanischer Soldat drei Bundeswehrsoldaten tötete.

Generalmajor Fritz, in Deutschland Kommandeur der Division Spezielle Operationen, zeigte sich „sehr, sehr stolz“ über die Leistungen der Bundeswehrsoldaten in Afghanistan. „Die Moral ist gut, und die Ausbildung ist gut“. Auch bei der Ausrüstung der Soldaten habe es erhebliche Fortschritte gegeben: „Wir müssen nicht besorgt sein.“

Entsprechend hoch sei das Ansehen von ISAF und Bundeswehr in Nordafghanistan. Den Rückhalt der Taliban in der kriegsmüden Bevölkerung schätzt Fritz dagegen eher gering ein: „Die Taliban sollen weg“, brachte er die Stimmung auf den Punkt. „Sie drangsalieren die Menschen und nehmen ihnen das Wenige weg, das sie noch haben.“ Hier setzt das Konzept der „Vernetzten Sicherheit“ an. „Sehr bewährt“ habe sich diese Kombination aus militärischen Aktionen und zivilem Aufbau, betonte Fritz. „Wir wollten den Menschen ein Zeichen geben: Hier ist gekämpft worden. Aber wir tun noch etwas für euch.“

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Erreichtes sichern

Trotz dieser bisherigen Erfolge bleibt 2011 seiner Ansicht nach „ein sehr wichtiges Jahr“. Es gehe darum, die Erfolge zu nutzen, um Nachhaltigkeit zu sichern. Wann und wo afghanische Sicherheitskräfte die Verantwortung komplett übernehmen können, ließ Fritz offen. „Das letzte Sagen haben die Afghanen selber.“ Afghanistan sei eine „souveräne Nation.“

Soldat beim Beobachten des Geländes

Ausblick: 2011 wird ein wichtiges Jahr (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Frank Bötel


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