Sie sind hier: Startseite > Streitkräfte > Heer > Deutschland gegen Frankreich: Die Kameradschaft gewann

Deutschland gegen Frankreich: Die Kameradschaft gewann

Berlin/Bremen, 02.03.2012.
Es waren ganz besondere Zeichen der Dankbarkeit, die der Staatssekretär im französischen Verteidigungsministerium, Marc Laffineur, kürzlich insgesamt 50 Soldaten der Deutsch-Französischen Brigade übergab: Eintrittskarten für das Fußballländerspiel Deutschland gegen Frankreich im Bremer Weserstadion.

Deutsche Soldaten bei Fußballspiel

Die Stimmung stimmt: Soldaten im Bremer Weserstadion (Quelle: Bundeswehr/Wilke)Größere Abbildung anzeigen

Nahezu alle Soldaten der binationalen Brigade sind vor wenigen Wochen aus ihren Einsätzen in Afghanistan oder dem Kosovo zurückgekommen. „Genau für diese Einsätze wollen wir uns bei den Soldaten bedanken“, so Laffineur am Rande des Fußballspiels im Norden Deutschlands. „Viele Soldaten erleben eine Gleichgültigkeit aus der Gesellschaft, wenn es um die Auslandseinsätze geht.“

Die französischen Ministerien für Verteidigung sowie für Sport und der französische Fußballverband wollen zukünftig französische Soldaten und Kriegsveteranen im Rahmen internationaler Sportveranstaltungen in besonderer Form würdigen und damit für mehr Verständnis in der Gesellschaft werben.

nach oben

Keine Rivalität vor Spielbeginn

Auftakt dieser Initiative war das Freundschaftsspiel in Bremen. „Soldaten und Fußballer ähneln sich in ihren Aufgaben: sie kämpfen beide für ihr Land“, so der Staatssekretär. „Und heute ist ein besonderer Tag, weil es auch die Deutsch-Französische Brigade ist, die hier im Stadion ist.“

Für die Soldaten war es eine gelungene Abwechslung. Sportliche Konkurrenz gab es unter den zweisprachigen Kameraden jedoch nicht. Noch vor dem Spiel wünschten sich die Soldaten „ein faires Unentschieden“ als Endergebnis. „Egal wie das Spiel heute ausgeht – die Deutsch-Französische Brigade gewinnt auf jeden Fall“, betonte ihr Kommandeur, Brigadegeneral Gert-Johannes Hagemann.

nach oben

Zufrieden trotz der Niederlage

Doch nach dem Spiel waren die deutschen Soldaten ein wenig über das Endergebnis enttäuscht. Mit einer 1:2 Niederlage ging die deutsche Nationalmannschaft vom Platz. „Aber es war trotzdem ein tolle Sache“, sagte Stabsgefreiter Frederik Nägele nach dem Spiel. „Ich freue mich, dass auch wir als deutsche Soldaten bei diesem Spiel dabei sein durften und den französischen Staatssekretär getroffen haben“, so Nägele, der erst vor einem Monat aus Masar-i Scharif zurückgekommen ist. „Er hat sich bei jedem informiert, wo er oder sie im Einsatz war, was die genauen Aufgaben waren und als Dankeschön hat er uns die Eintrittskarte überreicht. Das war klasse.

Der französische Staatssekretär Marc Laffineur übergibt Fußballtickets

Fußballtickets vom französischen Staatssekretär (Quelle: Bundeswehr/Jungmann)Größere Abbildung anzeigen

nach oben

Einsätze sichtbarer machen

Das unterstrich auch Hagemann nach dem Spiel: „Es ist wichtig, dass die Sichtbarkeit der Einsätze erhöht wird. Und es ist doch ein besonderes Zeichen, wenn das eine oder andere Fernsehbild aus dem Stadion Soldaten beider Nationen Schulter an Schulter mit den zivilen Fans zeigt.“ Sicher hätten die Franzosen eine andere Kultur, wie sie mit den Leistungen ihrer Soldaten umgehen und auch respektieren. „Aber ich denke, auch wir sind da auf einem guten Weg“, betonte Hagemann.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 03.12.13 | Autor: Sylvia Jaeck


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.streitkraefte.heer&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB170000000001%7C8RZC89945DIBR