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Der Fernmeldesystemunteroffizier

Funkgeräte gehören beim Militär zu einem der wichtigsten Kommunikationsmittel – besonders im Gefecht. Stabsunteroffizier Tim Schlittermann ist beim Logistikbataillon 172 in Beelitz als Fernmeldesystemunteroffizier eingesetzt und kümmert sich unter anderem um diese wichtigen Geräte.

Schlittermann überprüft Sicherungen im Stromkasten
Wartung und Instandsetzung von Funkgeräten gehören zu den Aufgaben von Stabsunteroffizier Tim S. (Quelle: Victoria Eicker)Größere Abbildung anzeigen

Interesse an Militärtechnik hatte Stabsunteroffizier Tim Schlittermann schon früh. Sein Vater war noch Soldat bei der Nationalen Volksarmee und so hatte Schlittermann von klein auf Kontakt zum Militär. Später besuchte er die Truppe im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr und bekam so einen Eindruck vom militärischen Alltag. „Ich fand das damals sehr spannend“, sagt Schlittermann.

Das Interesse war also da. Der 23-jährige Berliner absolvierte nach der Mittleren Reife zunächst eine dreijährige Ausbildung zum Elektroniker für Haus- und Gebäudetechnik. Doch noch während seiner Ausbildungszeit bewarb er sich bei der Bundeswehr. Nach der Musterung folgte ein Bewerbungsgespräch für den Fachdienst. Schließlich bekam er grünes Licht. „Im Oktober 2010 begann meine Grundausbildung in Dornstadt bei Ulm beim Logistikbataillon 471“, erinnert sich der Stabsunteroffizier.

Im Januar 2011 folgte die Verwendung als Fernmeldesystemunteroffizier beim Logistikbataillon 172 in Beelitz. Acht Jahre will der Stabsunteroffizier dienen. Das Jahr 2011 war für den Soldaten zunächst gezeichnet von den beiden Unteroffizierslehrgängen, die jeder mit seinem Dienstgrad absolvieren muss – dem militärischen und dem fachlichen.

„Bei dem fachlichen Lehrgang habe ich unter anderem die gefechtsmäßige Instandsetzung von Fernmeldegeräten erprobt“, sagt er. Der militärische Fachlehrgang zielt darauf ab, Gesetze, Regeln und das Führungsverhalten und Führen im Gefecht zu erlernen.

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Von Funkgeräten und Notstromaggregaten

Zu seinem Aufgabengebiet gehört alles, was mit Elektronik zu tun hat: Stabsunteroffizier Schlittermann programmiert, tüftelt an Systemen von Hallen und Gebäuden, überwacht die Steuerung von außen. Wenn Probleme an Funkgeräten in Fahrzeugen auftreten, muss er sich ebenso darum kümmern, wie um Probleme an Notstromaggregaten. Zudem ist er dafür zuständig, neue Funkgeräte zu beschaffen, sie richtig einzustellen und ihre Funktionsweise zu erklären.

In seiner Zweitverwendung ist Schlittermann als Kraftfahrer für Gefahrgut eingesetzt. Entsprechende Lehrgänge und den Führerschein hierzu musste er noch absolvieren. „Im Herbst geht es für mich erstmals nach Afghanistan“, sagt Schlittermann. Dort wird er sich vornehmlich um Austauschteile, deren Annahme und Versand kümmern und die Wartung und Instandsetzung von Funkgeräten.

Nach dem Einsatz möchte der Stabsunteroffizier einen Lehrgang für Klimaaggregattechnik in Eschweiler besuchen. Spezialisierungen in seinem Fachgebiet hält der Elektroniker für äußerst wichtig. Gegen Ende seiner Zeit bei der Bundeswehr möchte Schlittermann mithilfe des Berufsförderungsdienstes die Meisterprüfung als Elektroniker angehen. Dann wird er genug Erfahrung und Wissen gesammelt haben, um auch im zivilen Leben rasch Fuß zu fassen.

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Sein Weg

Oktober 2010

Diensteintritt: Allgemeine Grundausbildung in Dornstadt

Februar - März 2011

Unteroffierzierlehrgang

April - Mai 2011

Spezialgrundausbildung und Lehrgang Kraftfahrer BCE

August - September 2011

Lehrgang System Instandsetzer für Fernmeldegeräte

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Stand vom: 23.08.12 | Autor: Victoria Eicker


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