Anschlag auf Gouverneurspalast in Talokan

Deutsche Flagge auf Halbmast (Quelle: Bundeswehr/Houben)
Am 28. Mai verübten Attentäter einen Anschlag auf den Gouverneurspalast in Talokan. Dabei sind zwei deutsche Soldaten gefallen.
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Am 28. Mai gegen 14.10 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit (16.40 Uhr afghanischer Ortszeit) wurde auf den Gouverneurspalast in Talokan ein Sprengstoffanschlag verübt.
Gedenken
Blauer Himmel, klare Sicht auf die Berge und strahlender Sonnenschein. Dennoch war die Trauer und Stille allgegenwärtig im Camp Marmal. Die Angehörigen der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) nahmen am Montag Abschied von drei gefallenen deutschen Kameraden.
Statements
Generalmajor Markus Kneip, der bei den Anschlägen im afghanischen Talokan leicht verwundet wurde, nahm am Sonntag, 29. Mai gegenüber der Presse zu den Vorgängen am Vortag Stellung.
Die Attentäter, die sich am 28. Mai im Gouverneurspalast im afghanischen Talokan in die Luft gesprengt haben, seien kriminelle Mörder, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière in Berlin. „Sie dürfen und sie werden nicht das letzte Wort haben.“
Hintergründe
Die Versorgung kranker, verletzter und verwundeter Soldaten im Einsatz wird durch die sogenannte Rettungskette sichergestellt. Bei ihr greift ein Glied in das nächste.
Weitere Themen
Weltweit sind rund 6.200 Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland im Einsatz. Ihre Familien bleiben in der Heimat zurück – mit ihren Sorgen, Ängsten aber auch Hoffnungen. Doch es gibt Unterstützung.
Nicht erst durch den Einsatz in Afghanistan ist der Beruf des Soldaten mit dem Risiko des Sterbens besonders verbunden. Seit Gründung der Bundeswehr haben mehr als 3.100 Soldaten und zivile Mitarbeiter in Ausübung ihres Dienstes ihr Leben gelassen. Aspekte eines häufig verdrängten Themas.