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Überblick: Baumaßnahmen in den Feldlagern

Kundus/Masar-i Scharif, 28.02.2012, Presse- und Informationsstab BMVg.
Trotz einer klaren Abzugsperspektive wird in den Feldlagern der Bundeswehr weiter gebaut. Diese Maßnahmen dienen zu einem großen Teil der verbesserten Unterbringung der Soldaten und der sicheren Versorgung mit Trinkwasser, Kommunikation und Verpflegung.

Kran setzt Container ab, Soldaten bewachen den Vorgang

„Es gibt immer was zu tun“: Feldlagerbau in Masar-i Scharif (Archivbild) (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

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1.600 Unterkünfte im Camp Kundus

Das Camp Flugplatz Nord in Kundus ist als Eckpfeiler des deutschen Engagements in der Provinz Kundus derzeit der Stationierungsort für das Regionale Wiederaufbauteam (Provincial Reconstruction Team, PRT).

Zu ihm gehört Personal des Auswärtigen Amtes, des Bundesministerium des Innern, des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie des Bauteams der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), das in Kundus vor allem im Auftrag der Wehrverwaltung tätig ist. Außerdem sind im Camp Flugplatz Nord Angehörige der niederländischen, amerikanischen, dänischen und belgischen Streitkräfte sowie Mitarbeiter der europäischen Polizeimission EUPOL untergebracht.

Die zahlenmäßig größten Anteile bilden aktuell das Ausbildungs- und Schutzbataillon, die Operational Mentoring and Liaison-Teams (OMLT), die Sanitätskräfte im mobilen Einsatz sowie im stationären Rettungszentrum, Logistik-, Heeresflieger-, Pionier-, Feldjäger-, Fernmeldekräfte und die Anteile der Wehrverwaltung. Die Bundesrepublik Deutschland stellt im Camp zurzeit rund 1.600 Unterkunftsplätze bereit.

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Baumaßnahmen in Kundus

Im Camp Flugplatz Nord wurden bisher 88 größere Baumaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 77 Millionen Euro durchgeführt. Hinzu kommen kleinere Baumaßnahmen, die in Verantwortung des Einsatzkontingentes in Höhe von insgesamt rund zwei Millionen Euro durchgeführt wurden.

Derzeit werden 25 Baumaßnahmen mit Kosten von rund 60 Millionen Euro, davon 52 Millionen Euro für Große Baumaßnahmen, und Fertigstellungsterminen, die überwiegend in der ersten Hälfte des Jahres 2012 liegen, uneingeschränkt zu Ende geführt. Nach aktuellem Planungsstand ist die Durchführung von weiteren 16 Baumaßnahmen mit einem Kostenvolumen von rund 24 Millionen Euro, davon 19 Millionen Euro als große Baumaßnahmen, in der Einsatzliegenschaft Kundus vorgesehen. Zurzeit werden die wesentlichen Baumaßnahmen mit Realisierungszeiten bis Ende 2013 unter Beachtung der bestehenden Zeitlinien und den damit verbundenen Restnutzungszeiten überprüft.

Von den Gesamtkosten der realisierten, in Ausführung befindlichen und geplanten Infrastruktur in der Einsatzliegenschaft Camp Flugplatz Nord Kundus entfallen über 40 Millionen Euro auf die Errichtung geschützter Unterkunfts- und Bürobereiche und über 30 Millionen Euro auf den Bau von Leitungen zur Ver- und Entsorgung der Liegenschaft. Die momentan in den Einsatzliegenschaften in Afghanistan durch die Bundeswehr geplanten Baumaßnahmen dienen zu einem großen Teil der verbesserten Unterbringung der Soldatinnen und Soldaten und der Versorgungssicherheit mit Trinkwasser, Kommunikation und Verpflegung.

Grundsätzlich werden alle noch geplanten Infrastrukturvorhaben in Abhängigkeit der aktuellen Nutzungskonzepte der Einsatzliegenschaften kontinuierlich auf die Notwendigkeit der Realisierung geprüft.

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Baumaßnahmen in Masar-i Scharif

In Masar-i Scharif wurden im Camp Marmal und im Camp Mike Spann bisher insgesamt 151 Baumaßnahmen in Höhe von rund 180 Millionen Euro fertig gestellt. Hinzu kommen die Maßnahmen des Einsatzkontingentes in Höhe von insgesamt rund fünf Millionen Euro.

In Umsetzung befinden sich derzeit 40 Baumaßnahmen mit einem Gesamtkostenvolumen von rund 43 Millionen Euro. Nach derzeitigem Planungsstand sind weitere 21 Baumaßnahmen bis Ende 2012 in Masar-i Scharif geplant. Für diese Maßnahmen sind Ausgaben in Höhe von rund 23 Millionen Euro veranschlagt.

Soweit die Baumaßnahmen im Camp Marmal nach den Finanzierungsvereinbarungen der NATO berücksichtigungsfähig sind, werden sie aus dem gemeinsamen Budget des NATO Sicherheits-Investitionsprogramms finanziert. Bisher wurden durch die NATO für die deutschen Baumaßnahmen Mittel in Höhe von rund 61 Millionen Euro genehmigt.

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Stand vom: 03.12.13


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