Die Rettungskette
Die Versorgung kranker, verletzter und verwundeter Soldaten im Einsatz wird durch die sogenannte Rettungskette sichergestellt. Bei ihr greift ein Glied in das nächste.

Sie reicht von der Selbst- und Kameradenhilfe über die Versorgung in Rettungsstationen, Rettungszentren und Einsatzlazaretten bis hin zur abschließenden klinischen Behandlung und Rehabilitation in Deutschland. Je nach Schwere der Krankheit oder Verletzung durchläuft der Patient diese Ebenen nur teilweise oder vollständig. Gut ausgebildetes Fachpersonal und eine leistungsfähige, mobile Ausstattung stehen zum Wohl der Soldaten jederzeit zur Verfügung.
Erste Hilfe und Rettungsstation
Erste Hilfe am Unglücksort bildet den Anfang der Rettungskette. In der Rettungsstation erfolgt dann die rettungsmedizinische Versorgung. Sie umfasst Sichtung, Schock- und Schmerzbekämpfung, blutstillende Maßnahmen sowie das Freihalten der Atemwege und die Beatmung durch das medizinische Fachpersonal vor Ort. Die Rettungsstation besteht aus einem Zelt und einem im Container notfallmedizinischem Behandlungsraum.
Rettungszentrum

In dem Rettungszentrum wird anschließend die notfallmäßige Diagnostik und Therapie gewährleistet. Hier erfolgt die medizinische Akutversorgung. Dafür stehen auch Chirurgen und Anästhesisten bereit. Das Rettungszentrum besteht aus Containern und optional nutzbaren Zelten und und wird in seiner Größe und Ausstattung an die Erfordernisse des Einsatzgebietes angepasst.
Einsatzlazarett

Im Einsatzlazarett werden Patienten ambulant oder stationär fachärztlich versorgt. Es besitzt eine erweiterte chirurgische, intensivmedizinische und fachärztliche Diagnostik und Therapie. Wenn notwendig, wird hier der direkte Rücktransport des Soldaten nach Deutschland vorbereitet. Der Transport erfolgt in der Regel mit medizinisch ausgerüsteten Luftfahrzeugen – beispielsweise dem Airbus A 310 Medical Evacuation.
Krankenhaus und Rehabilitation

In erster Linie stehen in der vierten Behandlungsstufe die Bundeswehrkrankenhäuser zur Verfügung. Auf zivile Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen wird bei Bedarf zurückgegriffen. Nach Rücktransport des Patienten aus dem Einsatzland in die Heimat erfolgt in diesen Einrichtungen die notwendige, weitergehende Behandlung und Therapie.


