Technik auf dem Prüfstand – Teil 2 (Sprechertext)
Zu den erprobenden Anteilen gehört auch das Absetzen von Lasten. Bei diesen Versuchen werden unterschiedliche Absetzverfahren, Schirmsysteme und die Auswirkungen einer Gewichtsverlagerung innerhalb eines Flugzeuges getestet. Dazu hat die WTD einen eigenen abgesperrten Versuchsbereich. Meistens funktioniert auch alles nach Plan, aber halt nicht immer!
Funkverkehr: „Last ist am Boden.
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Wir sind unterwegs zur nächsten Station. Die Hubschrauberwerft ist unser Ziel. Auch hier wird wieder fleißig gearbeitet und dokumentiert. Ein Großteil der Arbeit der Ingenieure und Techniker findet am Computer und Schreibtisch statt. Wir aber haben Glück. Ein Kampfhubschrauber Tiger soll am heutigen Tag noch einige Tests durchlaufen und wird von der Bodencrew vorbereitet. Einer der zuständigen Ingenieure, der später auch selbst mitfliegen wird, gibt uns Auskunft über den Arbeitsbereich der Werft 3.
Ingenieur: „Das ist der Hubschrauberhangar, von dem aus wir alle Erprobungen machen, die in dieser Dienststelle mit Hubschraubern zu tun haben. Alles, was orange ist, hat mit Flugversuch zu tun und mit Erprobung. Das ist nicht serienmäßig. Zum Beispiel Kameras, zusätzliche Kabel und Sensoren und so weiter. Das ist üblicherweise in orange zu sehen. Das gehört nicht zum Standard-Luftfahrzeug.
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Wir haben die älteren Muster, die in der Bundeswehr noch im Einsatz sind, wie die BO 105, die BELL UH-1D und die CH 53, die wir als Erprobungsträger nutzen und natürlich als modernes Gerät den Kampfhubschrauber Tiger, der hier im Hintergrund steht.
Eine der Hauptaufgaben, die wir haben, ist mit dem Tiger die Erprobung des Waffensystems PARS 3. Das ist ein infrarotgesteuerter Fire-and-forget-Flugkörper gegen gepanzerte Bodenziele. Und da machen wir hier die nationale Qualifikation.
Es werden aber auch noch andere Tests, wie an der Täuschkörperanlage der verschiedenen Hubschrauber durchgeführt. So wird beispielsweise die Wirkung in Gefahrensituationen getestet oder die mögliche negative Wirkung auf bordeigene Systeme.
Letzter Anlaufpunkt für uns ist die Otto-Lilienthal-Werft. Mit einer Spannweite von 40 Metern ist der EURO HAWK eine eindrucksvolle Erscheinung. Nach der erfolgreichen Überführung des unbemannten Flugzeuges im Juli 2011 aus den USA wird jetzt die Aufklärungstechnik verbaut und getestet. Dabei lassen sich die Ingenieure verständlicherweise nicht über die Schulter schauen.
Ein spannender Tag, aber leider viel zu kurz. Nur einen Bruchteil der Arbeit der WTD 61 haben wir heute gesehen. Viele technische Neuerungen und Luftfahrzeuge werden in naher Zukunft an die Truppe übergeben und können so den Soldaten ihren militärischen Alltag im In- und Ausland erleichtern.

