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Vorgestellt - Die Simulation POL&IS (Sprechertext)

Die didacta 2010. Deutschlands größte Bildungsmesse kehrt nach Köln zurück. Einer der Schwerpunkte in diesem Jahr: Erlebnispädagogik. Raus aus den muffigen Klassenzimmern, rein in eine neue, spannende Lernwelt.

Nicht in die Schule müssen in den nächsten drei Tagen auch diese Jugendlichen: Die Schüler des Gymnasiums Frechen spielen auf der didacta die Simulation „Politik und Internationale Sicherheit“ - kurz POL&IS. Geleitet wird die Simulation von Hauptmann Dominik Heße. Für ihn passt POL&IS genau ins erlebnispädagogische Konzept der didacta.

Dominik Heße: „Zum Einen ist es natürlich ein ganz anderer Aufbau als Unterricht. Man lernt selber durch seine Taten, welche Konsequenzen das haben kann. Und auch die Auflösung der Stunden selber, d.h. dass man die Zeiteinheit unterschiedlich setzt und auch die Lernprozesse unterschiedlich variiert, hilft deutlich weiter und man merkt an den Schülern auch: Die Mitarbeit ist immer aktiv und sie haben auch Spaß dran.

Unter den Schülern, die in Köln POL&IS spielen, ist auch Nadine Negri. Die 16-Jährige geht in die 11. Klasse und hatte mit der Bundeswehr bisher so gar nichts zu tun. Entsprechend überrascht war sie nach ihrer ersten Begegnung mit dem Jugendoffizier.

Nadine Negri: „Ich hab mir unter Soldaten immer strenge Männer vorgestellt, die mit Jugendlichen nicht wirklich gut umgehen können, weil sie damit wahrscheinlich auch weniger zu tun haben. Und als dann dieser Soldat reinkam, mit dem Grinsen im Gesicht, war ich total positiv überrascht.

Der Soldat mit dem Grinsen im Gesicht, das war dieser Oberleutnant: Ralf Ollinger wird als Jugendoffizier in Köln eingesetzt. Als Uniformierter vor die Schüler zu treten, das war auch für ihn eine Umstellung.

Ralf Ollinger: „Natürlich ist der Umgangston, der Sprachton, ein anderer in der Schulklasse. Das ist ein anderer, als wenn ich mit Soldaten im Feld rede. Man ist schon weiterhin Soldat, aber als Staatsbürger in Uniform auf einer Ebene mit dem Schüler.

Die Angebote von Ralf Ollinger und seinen Kameraden werden von den Schulen gerne angenommen. Die Sozialwissenschaftslehrerin Diana Lau begleitet die Schüler aus Frechen während der didacta. POL&IS ist für sie eine perfekte Ergänzung des eigenen Unterrichts.

Diana Lau: „Man hat ja viel mehr Zeit, drei Tage, das ist ja sonst unvorstellbar. Das heißt, die Schüler bleiben wirklich für mehrere Stunden in diesem Kontext drin, müssen nicht zwischen den Fächern wechseln und können dann wirklich mal so einen Einblick in die Komplexität der Politik gewinnen, was sie ja sonst mit Hilfe von Texten weniger können.

Einblicke in die komplexe Schulpolitik hat bestimmt auch diese Dame: Barbara Sommer ist Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen. Sie sieht in POL&IS auch soziale Lerninhalte.

Barbara Sommer: „Es ist ja ein Spiel, das letztlich zum Ziel hat: Wir müssen zusammenhalten. Wie kriegen wir es hin, mit den unterschiedlichsten Interessen doch letztlich zu einem Ziel zu gelangen. Und ich glaube, das kann man auch als Lernstoff immer wieder anbieten, dass man zusammenhält und dann etwas zustande bringt, das für alle, unsere ganze Gesellschaft, wichtig ist.

Der Messestand auf der didacta. Er hat weit mehr zu bieten als nur die Simulation POL&IS. Zahlreiche Informationsmöglichkeiten, ein interaktives Quiz oder einen Cocktailstand. Das Angebot wird angenommen. Häufig wird diskutiert, meist geht es dabei um den Einsatz am Hindukusch.

Winfried Heinz: „Das Thema Afghanistan wird natürlich in der Bevölkerung kritisch betrachtet. Ganz klar. Da werden auch sehr heftige Wortgefechte mitunter am Stand geführt. Und da ist es eben auch ein Stück weit unsere Arbeit dafür zu werben, zu informieren und auch Hintergrundinformationen an die Besucher weiterzugeben.

Der POL&IS Tag geht damit zu Ende. Auch für Nadine Negri. Die Schülerin zieht ein positives Fazit. Der Jugendoffizier und der Tag am Messestand, sie haben ihr Bild von der Bundeswehr nachhaltig beeinflusst.

Nadine Negri: „Ich hab jetzt ein total positives Bild von der Bundeswehr allgemein. Ich werde nächstes Mal auch mehr darüber nachdenken über wen ich dann urteile. Ob ich dann sage: Das sind alles Menschen in Uniform, die sind alle gleich oder... Da werde ich drüber nachdenken und das hat einen super Eindruck hinterlassen.

Die didacta 2010. Die Jugendoffiziere haben gemeinsam mit dem Messestand zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Politische Bildung und Öffentlichkeitsarbeit. Ein gelungenes Konzept, das wir wiedersehen werden. Spätestens auf der didacta 2011.

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Stand vom: 03.12.13


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