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Munitionstransport per Muli (Sprechertext)

Transportmittel Muli: Gebirgsjäger setzen im schwierigen Gelände auf die Vierbeiner mit den großen Ohren.

Diese Tiere kommen überall hin, wo Menschen auch zu Fuß hinkommen. Dabei sind sie leiser als jedes motorisierte Fahrzeug, und sie sind bei jeder Witterungsbedingung einsetzbar. Heutiger Auftrag: Versorgung der Infanterie mit Munition.

Soldat: „Der Sattel allein wiegt schon 50 Kilo, also insgesamt maximal 180 Kilo muss das Tier dann transportieren. Wir gehen davon aus, acht Stunden, die wir marschieren können pro Tag mit dem Tier und dann je nach Auftrag kann man mit der Last variieren, beziehungsweise die Einsatzdauer auch in die Länge ziehen. Man sollte zwischendurch mal eine Rastpause machen, das Tier ein bisschen erholen lassen.

Pia, eine der Mulis, ist heute etwas bockig. Der Esel kommt bei ihr durch. Ungefähr 600 Höhenmeter müssen die Mulis heute überwinden – für ihr Leistungsvermögen ein eher kleiner Marsch. Nachdem sie den rückwärtigen Raum verlassen haben, übernimmt eine Infanterie die Sicherung der Versorgungsgüter. Nach drei Stunden Marsch werden die Wege schlechter.

Soldat: „Jetzt im Augenblick geht es schon noch, aber ich möchte nicht dort drüben, einen halben Meter weiter laufen. Da würden wir mit Sicherheit einsinken.

Doch die Munitionskisten müssen weiter hoch. Mulis würden hier bis zum Bauch im Schnee versinken, daher muss ein anderes Transportmittel her. Der Sicherungsgruppenführer baut eine Rundumsicherung an der Übergabestelle auf.

Jetzt fahren die Skidoos vor. Das Umladen der Kisten sollte schnell gehen. Doch plötzlich demonstriert Pia anschaulich, dass hier Schluss ist für Mulis.

Sie sinkt unmittelbar neben dem Weg im tiefen Schnee ein. Kurze Zeit später ist sie wieder frei, und die Munitionskisten sind auf dem schnellsten Wege durch Pulverschnee und beinahe unzugängliches Gelände an ihrem Bestimmungsort. Doch so ein Skidoo hat auch Nachteile: Es macht zum Beispiel ziemlich viel Krach und kann schnell umkippen. Doch:

Soldat: „Natürlich macht es Spaß. Es ist ja auch angenehmer einen Berg hochzukommen, als mit den Skiern. Also von daher macht es schon Spaß.

Schließlich ist die Munition oben angekommen. Das Zusammenwirken von Mensch, Tier und Maschine hat diese logistische Aufgabe gelöst.

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Stand vom: 03.12.13


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