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Das G 36 – Standardwaffe des Soldaten (Sprechertext)

Im kalten Krieg war die Braut des Soldaten das Gewehr G 3. Kaliber 7,62 Millimeter, knapp viereinhalb Kilo schwer, Ende der 1950er Jahre in die Bundeswehr als Sturmgewehr eingeführt. Doch 1997 war die Ära abgelaufen. Das G 36 trat an die Stelle des G 3, mit dem NATO-Kaliber 5,56 Millimeter und knapp einem Kilogramm weniger Gewicht. Die meisten Bauteile bestehen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff mit Einlagen aus rostfreiem Stahl.

Das neue Sturmgewehr verfügt über zwei Visiereinrichtungen. Im oberen Reflexvisier wird ein Punkt erzeugt für eine Kampfentfernung bis 200 Meter. Mit dem Zielfernrohr kann der Schütze Ziele bis zu 500 Meter bekämpfen. Es verfügt über eine dreifache Vergrößerung.

Bevor die Bundeswehr das Gewehr eingeführt hat, musste es verschiedene Härtetests überstehen. Hier wird ein G 36 mit Quarzsand bestäubt. Trotzdem muss das Gewehr mit seinen beweglichen Teilen funktionstüchtig bleiben und das ist der Fall. Der Prüfer kann sowohl Einzelfeuer als auch Feuerstöße schießen.

Somit ist das G 36 geeignet für Einsätze wie in Afghanistan. Das G 36 kann unter anderem mit dem Nachtsichtgerät NSA-80 kombiniert werden. Es wiegt knapp ein Kilogramm mit Batterien. Das Trommelmagazin kann 100 Schuss aufnehmen, ein normales Magazin 30 Patronen und der Rückstoß ist im Gegensatz zum G 3 geringer.

Das G36 gehört zum Konzept des Infanteristen der Zukunft. Das Nachtsichtgerät NSA-80 kann ohne zusätzliches Werkzeug mit einer Hand auf dem Haltebügel montiert werden. Das G 36 ist so nachtkampffähig, ohne dass Einstellungen an der Zieloptik notwendig sind.

Mit einem Wärmebildgerät soll eine Zielidentifizierung bis zu 1.700 Metern möglich sein. Das Laserlichtmodul ist ein weiteres Feature. Das G 36 – ein Gewehr der Zukunft.

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Stand vom: 03.12.13


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