An den Brennpunkten: Die Verstärkungskräfte in Kosovo

Wenn Straßen blockiert sind wird geflogen (Quelle: Steffen Maluche)
Pristina, 30.11.2011.
Seit August sind etwa 700 Soldaten aus Deutschland und Österreich gemeinsam in Kosovo im Einsatz. Sie gehören zur schnell verfügbaren Reserve für den Balkan, der Operational Reserve Force (ORF). Wie wichtig die ORF ist, zeigen die aktuellen Spannungen im Norden des Landes. Unser Autor Steffen Maluche hat die Truppe im Einsatz begleitet.
Reportage zur ORF
Seit nunmehr zwölf Jahren sind Soldatinnen und Soldaten der NATO und befreundeter Streitkräfte in Kosovo im Einsatz. Die Kosovo Force (KFOR) umfasste im 1. Kontingent im Jahre 1999 rund 50.000 Mann. Bis heute ist die Anzahl der Soldaten auf beinahe ein Zehntel der ursprünglichen Truppenstärke zusammengeschmolzen. Doch es gibt schnell verfügbare Reserven.
Die 3. Einsatzkompanie des ORF-Bataillons ist vor allem zur Sicherung von Sperren und des Grenzübergangs Dog 31 in Nord-Kosovo eingesetzt. Das Aufgabenspektrum der Kompanie ist umfassend.
Noch kurz vor den Auseinandersetzungen in Nordkosovo, bei denen 30 KFOR-Soldaten verwundet wurden, war unser Autor Steffen Maluche am späteren Brennpunkt. Sein Bericht zeigt, wie schnell Stimmungen umschlagen können.
Interview zur Lage
Generalmajor Erhard Drews, Befehlshaber der internationalen Kosovo Force, spricht im Interview über die Möglichkeiten aber auch die Grenzen seiner Truppe.