Atalanta: Einsatzgruppenversorger Berlin nach Notruf im Einsatz (Aktualisierung)
Berlin, 28.02.2012, Einstellzeit: 18 Uhr.
Am 28.Februar um 12.39 Uhr mitteleuropäischer Zeit empfing der Einsatzgruppenversorger Berlin vom Handelsschiff Spiliani, unter der Flagge der Marshall Islands, einen Notruf. Gemeldet wurde der Angriff eines Piratenbootes (Skiff), der jedoch abgewehrt werden konnte.

Ein Bordhubschrauber der Berlin flog an die gemeldete Angriffsposition. Dort konnte ein Skiff und die vermutlich nach dem erfolglosen Angriff auf die Spiliani gekaperte Dhow Alasma aufgeklärt werden. Nach Anruf durch die Crew des Bordhubschraubers drohte die „Besatzung“ der Dhow Alasma mit der Erschießung von Geiseln.
Parallel dazu näherte sich eine zweite Dhow der Position der Dhow Alasma, dabei handelt es sich vermutlich um das Piratenmutterschiff.
Der Einsatzgruppenversorger Berlin verlegt an die Position der vermutlich gekaperten Dhow. Ein Bordhubschrauber setzt die Beobachtung der Angreifer fort.
Stand: 17.45 Uhr
Aktualisierung: 29. Februar, 11.20 Uhr
Die als von Piraten gekapert gemeldete Dhow Alasma wurde nach weiterer Fotoaufklärung als Dhow Ashma identifiziert.
Am 29. Februar gegen 5 Uhr mitteleuropäischer Zeit zerstörte der Bordhubschrauber des Einsatzgruppenversorgers Berlin die beiden im Schlepp der Ashma befindlichen unbemannten Skiffs nach Freigabe durch den Force Commander der Operation Atalanta.
Eine Verbindungsaufnahme über den Bordhubschrauber mit der Dhow ergab, dass sich vermutlich 29 Somalier und 25 Inder, diese wahrscheinlich als Geiseln, an Bord der Ashma befinden.
Die Ashma teilte weiter mit, dass sie beabsichtigt, Xaafuun in Somalia anzulaufen, welches frühestens am 2. März geschehen kann. Die der Piraterie Verdächtigen geben an, dort von Bord gehen und die Dhow samt indischer Besatzung freigeben zu wollen.
Einstellzeit: 11.35 Uhr
Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr
