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Offizier werden – Die Prüfung, Teil 2 (Sprechertext)

Am nächsten Morgen heißt es: Früh aufstehen. Um 6 Uhr beginnt das Prüfverfahren. Auf dem Programm steht ein Aufsatz. Die Anspannung steigt.

Isabell: „Ein bisschen nervös aber sonst eigentlich ganz gut.

Pia: „Ja ich bin total nervös, hab wenig geschlafen. Wir haben gestern noch lange darüber geredet.

Dominik: „Ich habe richtig schlecht geschlafen, habe mir noch Gedanken gemacht, was so dran kommen könnte.

Dann geht es los. 30 Minuten Zeit haben sie für den Aufsatz. Um die Chancengleichheit zu wahren sind die Prüfthemen vertraulich. Die Psychologin erklärt, worauf es hier ankommt.

Psychologin: „Ziel dieses Aufsatzes ist es, dass wir Informationen bekommen über die sprachlichen Fähigkeiten der Bewerberinnen und Bewerber, das heißt, wie gehen sie mit der Schriftsprache um.

Erleichterung bei den Bewerbern nachdem die erste Prüfung überstanden ist.

Reporter: „Was für ein Gefühl haben sie wie ist es gelaufen?

Dominik: „Am Anfang hatte ich noch eine kleine Schreibblockade, sag ich mal, so früh am morgen. Aber danach, als ich mir kurz Gedanken gemacht hab, ging es dann eigentlich.

Isabell: „Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich mehr hätte machen können. Mit der Zeit ist es ein bisschen knapp geworden, aber ansonsten eigentlich gar kein schlechtes Gefühl soweit.

Pia: „Man musste sich beeilen, besonders am Schluss. Aber ich bin jetzt aufgeregt auf den nächsten Test. Ja jetzt geht’s weiter.

Und zwar mit den computergestützten Tests, die sich je nach angestrebter Laufbahn unterscheiden. Dann geht auch hier wieder die Tür zu für die Kamera, denn die Prüfungsfragen sind vertraulich. Ist der Computertest überstanden, geht es gleich weiter zur ärztlichen Untersuchung.

Arzt: „Ja wir untersuchen hier auf die körperliche Belastbarkeit bezogen auf den Einsatz der Bewerber nachher bei der Bundeswehr auf über ein Jahrzehnt. Und speziell natürlich auch auf mögliche Auslandseinsätze, die auf sie zukommen könnten.

Doch zunächst kommt auf die Bewerber das sogenannte Gruppensituationsverfahren zu. Unter Beobachtung von zwei Prüfern müssen zwei Planspiele absolviert werden. Außerdem muss jeder Bewerber einen kurzen Vortrag vor der Gruppe halten.

Prüfer: „Hier möchten wir sehen, wie sich die Bewerber innerhalb der Gruppe verhalten, wie sie miteinander agieren.

Dominik: „Also die anderthalb Stunden vergingen recht schnell. Wir hatten zwei unterschiedliche Szenarien, die wir bearbeiten mussten. Und waren da eigentlich ganz gut in der Entscheidungsfindung, haben die Zeitvorgaben beachtet und der Vortrag lief auch ganz gut. Also hab ich doch ein recht positiven Gesamteindruck.

Isabell: „Also es war eigentlich ganz angenehm und wirklich eine entspannte Atmosphäre. Bei dem Gruppensituationsverfahren bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher, denn ich hatte wirklich starke Konkurrenten sag ich jetzt mal. Also das Wort zu ergreifen war wirklich schon eine Aufgabe, aber ich denke, das ist auch der Sinn der Sache.

Pia: „Ja ist gut gelaufen, aber es war wie erwartet auch anstrengend und es war auch lang – eineinhalb Stunden ging es.

Und es ist noch nicht vorbei. Wer bis jetzt alle Tests bestanden hat, kommt nun zum Interview: Dem Bewerbungsgespräch. Der Prüfoffizier holt Isabell zum Gespräch ab und erklärt der Bewerberin worum es jetzt geht.

Prüfoffizier: „Ich möchte ihnen jetzt auch so ein bisschen die Angst noch nehmen vor dem Interview. Sind bestimmt ein bisschen nervös. Wir haben sie ja eben schon kennenlernen können im Gruppensituationsverfahren. Wir haben auch sag ich mal ihre Akte da schon gesehen und sie da auch ein bisschen kennenlernen können. Was für uns jetzt ganz wichtig ist, ist dass wir sie hier noch mal im persönlichen Gespräch haben und das Bild, was wir da von Ihnen bisher gewonnen haben dann noch abrunden können.

Jeder Bewerber hat nun die Chance, sich im persönlichen Gespräch zu präsentieren. Die Prüfoffiziere versuchen sämtliche noch offenen Fragen oder Widersprüche aufzuklären. Auf der Grundlage aller Erkenntnisse und Ergebnisse treffen die Prüfer schließlich ihre Entscheidung. Für Isabell läuft es gut. Sie erfährt, dass sie zum Offizier geeignet ist.

Isabell: „Es war angenehm. Also es waren einige schwierige Fragen dabei. Gerade auch was das psychologische angeht, aber ich denke, das ist normal und muss auch gefragt werden natürlich. Also im Großen und Ganzen wirklich angenehm.

Auch Dominik und Pia bekommen die Offiziereignung bestätigt.

Dominik: „Erleichtert, weil ich die erste Offiziereignung hinter mir habe. Ich habe bestanden sozusagen und bin doch recht überrascht, dass es eine sehr angenehme Gesprächsatmosphäre war.

Pia: „Ja ich hab ja gesagt bekommen, dass ich zum Offizier geeignet bin und es freut mich natürlich total. Für heute hab ich alles geschafft, so positiv. Ich bin total erleichtert und froh.

Nach dem Interview steht fest wer charakterlich, körperlich und gesundheitlich zum Offizier befähigt ist. Eine erste große Hürde im Prüfverfahren ist genommen. Doch nicht jeder hat es bis hierher geschafft. Für manchen heiß es jetzt: Heimreise.

Bewerber: „Sie meinten, dass ich derzeit nicht geeignet bin. Das ist halt schade. Kann man jetzt nicht ändern. Ich wird es noch mal versuchen. Mich noch mal bewerben und dann vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.

Für die, die noch im Rennen sind geht es zur Einplanungseinweisung. Hier erfahren die Bewerber, welche Chancen sie mit ihrem Studienwunsch haben. Ob sie sich eventuell umorientieren sollten, denn nur jeder zweite geeignete Bewerber wird schließlich auch eingestellt. Grundsätzlich gilt: Nur wer den Mathematiktest besteht, ist zum Studium geeignet.

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Stand vom: 03.12.13


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