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Talokan – im Visier von Extremisten (Sprechertext)

Talokan, 18. Mai 2011. Afghanen protestieren gegen eine Operation der ISAF bei der vier Aufständische getötet worden sein sollen. An der Operation waren keine deutschen Soldaten beteiligt. Doch unter die Demonstranten und Trauernden mischen sich Extremisten – wiegeln die Masse auf. Die Situation eskaliert: Angreifer werfen Steine, Brandsätze, Molotowcocktails und Handgranaten in das deutsche Feldlager. Eine Überwachungskamera hält den Angriff fest.

Die traurige Bilanz: Deutsche Soldaten und afghanische Sicherheitskräfte werden verwundet, Afghanen sterben. Die Sachschäden werden auf über 90.000 Euro geschätzt. Nach dem Angriff dokumentieren die Soldaten die Schäden.

Soldat: „Kamera: nicht mehr vorhanden. S-Draht: weggerissen. Brennende Reifen. Die Stromverbindungsleitung: ebenfalls zerstört. Man sieht ja auch die massiven Steine von den Steinwürfen. Alles voll. Hier auch: diverse kleine Schäden durch Steine sowie Molotowcoctails. Hier in dem Bereich zwei Handgranaten eingesetzt.

Die Sicherheitslage ist weiterhin sehr angespannt. Vom 25. Mai bis 2. Juni 2011 sind vier deutsche Soldaten bei drei Anschlägen gefallen. Und trotzdem wird die Bundeswehr ihre Strategie, die Übergabe in Verantwortung an die Afghanen, nicht ändern. Um das zu ermöglichen, heißt es jetzt: Reden, Reden und noch mal Reden. Das schafft Vertrauen und zwar auf beiden Seiten. So gilt es, sich der Nöte und Sorgen der Bevölkerung anzunehmen und zu zeigen, dass die Internationale Schutztruppe Sicherheit und eine bessere Lebenssituation schafft. Die enge Zusammenarbeit zwischen der Bundeswehr und der afghanischen Armee ist ein ganz entscheidender Punkt für die sichere Entwicklung des Landes.

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Stand vom: 03.12.13


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