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Die gepanzerte Raubkatze (Sprechertext)

Er beschleunigt wie ein PKW und bringt 60 Tonnen Gewicht auf 72 Stundenkilometer. Der Kampfpanzer Leopard 2A6 ist ein Wunder der Technik. Nicht nur äußerst mobil und wendig, sondern auch einsatzfähig bei allen Sichtbedingungen und ausgestattet mit einer hohen Feuerkraft.

Seine vierköpfige Besatzung sorgt für seinen hohen Einsatzwert. Es ist ein Zusammenspiel von Kommandant, Fahrer, Ladeschütze und Richtschütze. Auf dem Truppenübungsplatz Munster wird deutlich, welche Spuren die Geschosse bei getroffenen Fahrzeugen mit herkömmlicher Panzerung hinterlassen. Doch schießen kann jeder Kampfpanzer. Die Besonderheiten des Leopard 2A6 liegen woanders.

Kommandant: „Die Waffenanlage ist voll stabilisiert. Der Leopard 2A6 ist in der Lage, Ziele bis zu einer Entfernung von 3.500 Metern mit dem ersten Schuss zu treffen. Dabei ist es unerheblich, ob der Panzer sich bewegt oder ob sich das Ziel bewegt.

Dazu wirken seine zwei Maschinengewehre gegen Ziele am Boden oder aus der Luft. Die Wurfanlagen des Kampfpanzers können Sprengsplittermunition und Nebelgranaten verschießen. Damit ist der Panzer gegen feindliche Kräfte im Nahbereich geschützt und kann bei einem Hinterhalt ausweichen.

Der Richtschütze ist dabei am meisten gefordert. Er bedient das Maschinengewehr und die Bordkanone. Er muss die Ziele erfassen können.

Der Kommandant leitet den Feuerkampf. Im Turm klärt er Ziele auf und erteilt die Befehle. Die Besatzung kommuniziert dabei über Sprechfunk. Der Kommandant beobachtet das Gefechtsfeld, ohne den Turm bewegen zu müssen. Sein zuverlässiges „Auge“ ist das Periskop.

Kommandant: „360 Grad drehbar, unabhängig vom Richtschützen einsetzbar mit separatem Tag- und Nachtsichtkanal. Hier kann der Kommandant sich mit dem Richtschützen den Beobachtungsbereich teilen und kann hier dem Richtschützen Ziele, die er aufgeklärt hat, zuweisen.

Ebenso gut sieht auch der Fahrer. Er steuert den Panzer bei widrigen Wetterbedingungen, in der Nacht oder bei eingeschränkter Sicht. Er sitzt unten in der Wanne, die durch eine Mehrschichtpanzerung geschützt ist. Die Höchstleistung des sechs Tonnen schweren Triebwerks beträgt 1.500 PS aus 47,6 Litern Hubraum. Zwei Turbolader bringen den Panzer im Gelände wie auf der Straße auf Touren – vorwärts und rückwärts. Dabei fährt die Besatzung wie auf Polstern.

Mit dem Panzer können kleinere Gewässer überwunden werden. Auch in kurzer Unterwasserfahrt. Im Vergleich zu anderen Panzern verbraucht der Leopard 2A6 nur die Hälfte an Sprit. Rund 300 Kilometer weit bringt ihn eine Tankfüllung. Und die kann für den Mehrstoffmotor auch aus einer Mischung von 60 Prozent Diesel und 40 Prozent einer anderen brennbaren Flüssigkeit bestehen.

Zahlreiche Ausstattungsmerkmale machen ihn zu etwas Besonderem. Der Leopard 2 wird an der Panzertruppenschule in Munster ständig weiterentwickelt. Dennoch – künftig lautet das Ziel: Maximaler Schutz.

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Stand vom: 03.12.13


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