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Der Tiger zeigt die Krallen (Sprechertext)

Der Tiger ist in der Truppe angekommen. Das Kampfhubschrauberregiment 36 in Fritzlar verfügt jetzt über die ersten Tiger, nachdem der Helikopter seine Verkehrszulassung erhalten hat. Die Heeresflieger erhalten damit ein neues und vielseitiges Waffensystem, das die Bo 105 ablöst.

Mit dem Tiger bekommt die Bundeswehr einen nachtflug- und nachtkampffähigen Hubschrauber. Die deutsche Version ist als Unterstützungsvariante ausgelegt. Der Helikopter kann für Bodenunterstützung, Panzerabwehr oder bewaffnete Aufklärung eingesetzt werden.

Soldat: „Es sind im Grunde genommen drei Fähigkeiten, die der Tiger in einem Waffensystem vereint: Das ist einmal seine hochgradige Beweglichkeit. An zweiter Stelle würde ich die Visonik, die Optronik, die der Tiger mit seinem Mastvisier und seiner Pilotensichtanlage besitzt, nennen. Und damit bin ich beim dritten Punkt. Das ist die Bewaffnung, die flexibel auf den Einsatzbedarf ausgerichtet an den Tiger montiert werden kann und dann der Besatzung speziell für den Auftrag zur Verfügung steht.

Der Auftrag: Das könnte bald Afghanistan bedeuten. In Schwarzenborn demonstrierten Soldaten des Jägerregiment 1 ein mögliches Einsatzszenario für den Tiger. Mehrere Fuchs-Transportpanzer werden bei einer Patrouille angesprengt. Die Soldaten geraten sofort unter Beschuss. Der Konvoi kann seine Fahrt nicht fortsetzen. Der Forward Air Controller, der zum Zug gehört, fordert zwei Tigerkampfhubschrauber an. Die Helikopter bekämpfen den Gegner mit ihren Bordwaffen. Die gemeinsame Übung von Tiger-Hubschraubern und Infanteristen ist eine Premiere. Im Einsatz könnte aus diesem Übungsszenario aber schnell Realität werden.

Soldat: „Wir haben aus dem Einsatz Erfahrungen vorliegen von Kameradinnen, Kameraden, die dort waren als Bodentruppe, und die uns genau beschreiben können, was sie von einem Kampfhubschrauber erwarten. Und das ist eben die unmittelbare Feuerunterstützung aus der Luft im Gefecht mit Aufständischen. Das ist darüber hinaus die Aufklärungsmöglichkeit. Das heißt, das Auge aus der Luft, was den Konvoiführer oder der Bodentruppe zusätzliche Informationen liefern kann über seine Umgebung, über seine Situation, über sein Umfeld.

Und das über einen längeren Zeitraum. Knapp zweieinhalb Stunden beträgt die Einsatzzeit des Tigers – mit Zusatztank sogar vier Stunden. Ein erhebliches Plus an Sicherheit für Patrouillen im Einsatz. Zwei Tiger-Kampfhubschrauber befinden sich derzeit in der Einsatzvorbereitung. 2012 könnten sie zur Verfügung stehen für einen Einsatz in Afghanistan.

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Stand vom: 03.12.13


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