Sie sind hier: Startseite > Multimedia > Videoarchiv > Einsätze > Beiträge 2011 > Die Operation Active Endeavour (Sprechertext)

Die Operation Active Endeavour (Sprechertext)

Der 11. September 2001: Islamisten entführen in den USA vier Flugzeuge und steuern zwei von ihnen in das World Trade Center. Mehrere tausend Menschen kommen bei den Anschlägen um. Zum ersten Mal beschließt der NATO-Rat daraufhin am 4. Oktober 2001 das Inkrafttreten des Bündnisfalls. Die Mitgliedsstaaten beschließen Maßnahmen zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus. Zu diesen gehört auch die Operation Active Endeavour, an der auch die Bundeswehr teilnimmt.

Das entsprechende Bundestagsmandat kommt am 14. November 2003 zustande. Es sieht die Entsendung von maximal 3.100 Bundeswehrsoldaten vor. Die aktuelle Mandatsobergrenze liegt bei 700 Frauen und Männern.

Konkret bedeutet der Einsatz für die Bundeswehr die Entsendung von Marineeinheiten wie U-Booten und Fregatten. Ihr Auftrag besteht in der Überwachung der Seewege um die Straße von Gibraltar und im östlichen Mittelmeer. In Kooperation mit anderen NATO-Partnern sollen Entschlossenheit demonstriert und Terroristen abgeschreckt werden. Dafür haben die Einheiten der Allianz seit dem Beginn der Operation zehntausende Schiffsbewegungen abgefragt, dutzende Boardings durchgeführt und hunderte Male Geleitschutz gegeben.

Am Einsatz beteiligt ist auch ein Marinefliegergeschwader. Von Sizilien aus starten die Soldaten mit einer Maschine vom Typ P3-C Orion zu Aufklärungsflügen.

Korvettenkapitän: „Nächster interessanter Kontakt: Radarkontakt 31.“

Sie ergänzen die Leistungen der Schiffe und stellen eine flächendeckende Überwachung des Mittelmeers sicher. Dafür fliegt die P3-C Orion in einer Höhe von ungefähr 100 Metern über das Meer. Der Korvettenkapitän versucht Funkkontakt mit einem verdächtigen Schiff herzustellen.

Korvettenkapitän: „The NATO-Shipping Center regarding your next port of call and please answer the following questions on channel 1-0.

Da auf den Funkspruch keine Antwort erfolgt, überfliegt die Besatzung das Schiff so, dass der Schiffsname erkannt werden kann. Die Daten werden weitergeleitet. Das ist alles, was der Korvettenkapitän jetzt tun kann.

Korvettenkapitän: „Dann wird er erstmal als unkooperativ eingetragen und der Name, die Position wird aufgenommen, und wenn wir in See stehende NATO-Einheiten in der Nähe haben, werden die dort hingeschickt und die können den Kameraden noch mal näher begutachten beziehungsweise auch Boardingteams rüberschicken, wenn es angebracht ist, um genau zu klassifizieren: Warum, wieso und weshalb das nicht geklappt hat?

Als Ergebnis des Aufklärungsfluges entsteht ein Lagebild, das auch alle unangemeldeten Schiffe beinhaltet. Die gewonnenen Daten gehen direkt von der P3-C Orion in ein NATO-System ein. Im Gefechtsstand wird der Bericht dann ausgewertet und eine Meldung erstellt.

Nicht nur Terroristen werden durch diese Präventivmaßnahmen abgeschreckt, auch organisierte Banden und Schmuggler haben es schwerer. Die Kriminalität an Europas Südgrenze hat durch die Operation deutlich abgenommen.

nach oben


FußFzeile

nach oben

Stand vom: 03.12.13


http://www.bundeswehr.de/portal/poc/bwde?uri=ci%3Abw.bwde.multimedia.videoarchiv.einsaetze.beitraege_2011&de.conet.contentintegrator.portlet.current.id=01DB170000000001%7C8ETHXV024DIBR