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Kommandeur KFOR: Gewalt ist kein Mittel des legitimen Protests

Berlin/Pristina, 30.11.2011.
30 KFOR-Soldaten wurden bei gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Demonstranten in Nordkosovo verwundet. Vor dem Hintergrund der Ereignisse haben der Kommandeur der KFOR-Truppe, der deutsche Generalmajor Erhard Drews, und der NATO-Befehlshaber der Allied Joint Force Command Naples, der US-Admiral Samuel J. Locklear III, die Gewalt verurteilt.

Soldaten schützen sich mit Schilden gegen Steine werfende Demonstranten

Gewalt an einer Straßensperre in Nordkosovo (Quelle: Reuters/Slavkovic)Größere Abbildung anzeigen

Zu den Auseinandersetzungen war es gekommen, als am 28. November Kräfte des Operational Reserve Forces (ORF) Bataillons im Raum Zupce begannen, eine von Angehörigen der serbischen Minderheit im Kosovo errichtete Straßensperre zu räumen, um die Bewegungsfreiheit der KFOR wiederherzustellen. Im Verlauf der Operation versammelte sich eine große Anzahl von Demonstranten, die gewaltsam Widerstand leisteten und KFOR-Soldaten mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandflaschen bewarfen und bedrängten. Zwei deutsche Soldaten, darunter der Kommandeur des eingesetzten ORF-Bataillons , wurden durch Beschuss aus Handfeuerwaffen verwundet.

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Mandat der Vereinten Nationen wird weiterhin umgesetzt

Die Akte der Gewalt sind keine legitime Form des Protests, stellte Generalmajor Drews klar. „Jetzt 30 verletzte KFOR-Soldaten im Krankenhaus und dies nicht infolge legitimer Protesten“, sagte der Kommandeur. Bei einer legitimen Demonstration komme es nicht zu Schusswunden, Schrapnell-Wunden, Knochenbrüche und Verbrennungen.

Die gewaltsamen Auseinandersetzungen hätten gezeigt, dass es eine kriminelle Minderheit unter den Demonstranten gibt, die jedoch nicht die Mehrheit der Menschen im Nord-Kosovo repräsentiere, so Drews. Die Anwendung von Gewalt durch diese Elemente sei nicht akzeptabel, betonte der deutsche General und kündigte an, dass KFOR alle angemessenen Maßnahmen ergreifen werde, um die Sicherheit aller Menschen des Kosovo, aber auch seiner Soldaten zu garantieren.

Auch Admiral Locklear bezeichnete die Gewalt gegen KFOR-Truppen als nicht akzeptabel und forderte alle Seiten zur Zurückhaltung und Kooperation mit allen internationalen Akteuren auf. Die KFOR werde das Mandat der Vereinten Nationen auch weiterhin gewissenhaft, angemessen und unparteiisch umsetzen. Mit den Straßensperren würden die Menschen ihrem eigenen Wohlstand schaden und ihre eigenen Leute einem Embargo aussetzen, so der Amerikaner.

Die Situation an den Straßensperren hat sich mittlerweile beruhigt. Die Anzahl der Kosovo-Serben, die am Ort verblieben sind, ist auf das übliche Maß von 30 bis 50 Personen gesunken. Alle verletzten Soldaten sind medizinisch versorgt worden.

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Stand vom: 03.12.13 | Autor: Jan Rippl


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