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Operation Sophia: Deutsche Marine rettet 19 Personen aus Seenot

Berlin, 20.03.2016, Einstellzeit: 11:50 Uhr.
Am 19.3. um 08.42 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) wurden die Korvette Ludwigshafen am Rhein, die spanische Fregatte Numancia und das italienische Patrouillenschiff CP941, eine „Mare Sicuro“ Einheit, durch das Force Headquarters (FHQ) angewiesen, gemeinsam zu einem möglichen Seenotfall zirka 70 Kilometer nordwestlich von Tripolis zu verlegen und diesen zu untersuchen.

Karte vom Einsatzgebiet EUNAVFOR MED

Einsatzgebiet der EU-Mission im Mittelmeer. (Quelle: Bundeswehr)Größere Abbildung anzeigen

An der gemeldeten Position befanden sich zwei in Seenot befindliche Holzboote, in denen sich zusammen 666 Passagiere befanden. Die CP941 nahm 246 Menschen an Bord während die Numancia 420 Personen aus Seenot rettete. Die Maßnahmen wurden durch das Speedboot der Ludwigshafen am Rhein abgesichert.

Anschließend verlegten die Ludwigshafen am Rhein und die CP941 zu einem ebenfalls in Seenot befindlichen Schlauchboot, welches in unmittelbarer Nähe des ersten Schadensortes entdeckt wurde. Im Verlauf der gemeinsamen Rettung von weiteren 132 Menschen wurden kurzzeitig 19 durch die Ludwigshafen am Rhein an Bord aufgenommen.

Eine der geretteten Personen wurde durch Abgase des Außenbordmotors des in Seenot geratenen Schlauchbootes verletzt und an Bord der Ludwigshafen am Rhein medizinisch versorgt. Nach Abschluss der Rettung wurden alle an Bord der Ludwigshafen am Rhein befindlichen Personen an CP941 übergeben.

Insgesamt wurden durch die drei Einheiten 798 Personen aus Seenot gerettet. Beide Holzboote wurden als Hindernisse für die Schifffahrt klassifiziert und nach allgemein anerkannten völkerrechtlichen Grundlagen von der deutschen Korvette versenkt. Das Schlauchboot wurde Klassifizierung und Grundlagen folgend durch CP941 versenkt.

Seit dem 7. Mai 2015 haben Soldaten der Deutschen Marine im südlichen Zentralen Mittelmeer insgesamt 12.508 Menschen aus Seenot gerettet.

Stand: 11.25 Uhr

Ansprechpartner für die Presse: Einsatzführungskommando der Bundeswehr.

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Stand vom: 20.03.16 | Autor: Presse- und Informationsstab BMVg


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