Einsatz am Hindukusch
Wie Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr in Afghanistan der Sicherheit Deutschlands dienen.

Seit Dezember 2001 ist die Bundeswehr – gestützt auf ein breites Mandat des Bundestages – in Afghanistan präsent. Im Rahmen der International Security Assistance Force (ISAF) unterstützt sie die afghanische Regierung bei Herstellung und Wahrung der Inneren Sicherheit, solange einheimische Kräfte dazu noch nicht vollständig in der Lage sind. Außerdem wirkt sie beim Wiederaufbau des Landes mit.
Hintergrund: Afghanistan war bis zum Eingreifen der Staatengemeinschaft Operationsbasis und Trainingslager des internationalen Terrorismus. Die Anschläge des 11. Septembers 2001 wurden dort geplant und vorbereitet. Das militärische und zivile Engagement Deutschlands in Afghanistan dient somit der deutschen Sicherheit.

Breites Einsatzspektrum
Im Rahmen der ISAF ist die Bundeswehr vor allem für die Nordregion (RC North) des Landes verantwortlich. Dort stellt sie unter anderem militärische Aufklärungskapazitäten, gewährleistet die Versorgung und betreibt den Flughafen von Mazar- e Sharif. Außerdem leitet Deutschland zwei der fünf Regionalen Wiederaufbauteams in der Region in Kunduz und Feyzabad. Dem Ansatz der Vernetzten Sicherheit folgend, ziehen in den so genannten PRT (Provincial Reconstruction Teams) zivile und militärische Akteure an einem Strang.
Kräfte der Bundeswehr bilden zudem seit Juni 2008 die Quick Reaction Force als schnelle Eingreiftruppe des Kommandeurs der Nordregion. Schließlich leistet auch die Bundeswehr ihren Beitrag zum Aufbau der afghanischen Armee und der einheimischen Polizei.
Internationaler Schulterschluss
Laut Beschluss des Bundestages darf die Bundeswehr bis zu 5.350 Soldatinnen und Soldaten inklusive einer flexiblen Reserve von 350 Soldaten im Rahmen der ISAF einsetzen. Sie wirken dort unter dem Kommando der NATO mit circa 85.000 Soldaten aus mehr als 40 Nationen zusammen.
Stand: Juni 2010






