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Schüler entdecken deutsch-französische Partnerschaft

Müllheim, 23.01.2009.
Hauptfeldwebel Lars Fischer, Informationsfeldwebel der Deutsch-Französischen Brigade, begrüßte 52 Schülerinnen und Schüler zu einer Informationsveranstaltung im Rahmen des deutsch-französischen Entdeckungstages in der Robert-Schuman-Kaserne. In einem Einführungsvortrag über Geschichte, Ausrüstung und aktuelle Vorhaben hob Major Peter Stangl die binationale Zusammenarbeit in den Vordergrund.

Geyer und  Ballreich zeigen die Unterschiede zwischen den Gefechtsanzügen
Einblicke beim Militär (Quelle: Bundeswehr/Kohler)Größere Abbildung anzeigen

Zum Ende des Vortrages bedankte sich Martin Wedel, Direktor des deutsch-französischen Gymnasiums, für diese besondere Einladung und betonte die Parallelen in der Zusammenarbeit zwischen den Deutschen und Franzosen auch in seinem Aufgabenbereich. Nach einem gemeinsamen Mittagessen erhielten die Schüler einen Einblick in das Kasernenleben. An vier verschiedenen Stationen stellten Soldaten der Brigade und dem Sanitätszentrum unterschiedliche Fahrzeuge und Ausrüstungsgegenstände vor.

Begeistert resümiert der 16-jährige Franzose Julien Madrid seinen ersten Besuch beim Militär. „Was mir besonders aufgefallen ist, ist dass die deutschen und die französischen Soldaten einen unterschiedlichen militärischen Gruß haben. Die einen mit der Handfläche nach innen die anderen nach außen und doch grüßen Sie sich.“ Mardrid versucht sich an beiden Varianten, was seine Mitschüler zum Lachen bringt.

Auch Alexandra Dusi, eine 16-jährige deutsche Schülerin, ist begeistert. „Ich habe mich gestern noch gefragt, was wir hier wohl sehen werden, da ich vorher noch keine Berührungspunkte zur Bundeswehr hatte. Aber hier zeigte man mir, dass deutsch-französisch gelebt wird.“ „Ein Symbol der Deutsch-Französischen Freundschaft“ nennt es Madame Perrier, deren Vater bereits in den 60er Jahren in der französischen Armee in Müllheim gedient hat.

Das Deutsch-Französische Gymnasium Freiburg wurde im September 1973 gegründet. Der besondere Bildungsauftrag der binationalen Schule ist bestimmt von dem Ziel, junge Menschen beider Nationen durch enge Kommunikation und Zusammenarbeit in der Schulgemeinschaft, im Geiste der Verständigung und der gegenseitigen Achtung zu erziehen.

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Dominique Wilke erklärt den Schülern den Auftrag des Transportzuges
Dominique Wilke erklärt den Auftrag des Transportzuges (Quelle: Bundeswehr/Kohler)Größere Abbildung anzeigen

Der deutsch-französische Entdeckungstag

Anlässlich des 40. Jahrestages der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages wurde 2003 der 22. Januar zum Deutsch-Französischen Tag erklärt. Im Jahr 2006 initiierten der Staatsminister für Europa und der Bevollmächtigte der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit sowie der französische Erziehungsminister und die Ministerin für europäische Angelegenheiten das Pilotprojekt „Entdeckungstag“.

Der Entdeckungstag will Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, im Verlauf eines Tages Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in ihrer Umgebung zu kennenzulernen, die eng mit dem Partnerland zusammenarbeiten. So sollen Anreize zum Erlernen der Partnersprache und zur Mobilität gegeben und deutlich gemacht werden, wie interessant und spannend eine berufliche Tätigkeit im deutsch-französischen Bereich ist.

Für das Jahr 2009 wurde das Deutsch-Französische Jugendwerk deshalb zum dritten Mal mit der Durchführung des Entdeckungstages betraut. Er steht unter der Schirmherrschaft der beiden Außenminister, Frank-Walter Steinmeier und Bernard Kouchner.

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Stand vom: 26.01.2009 | Autor: Lars Fischer

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