Vernetzte Operationsführung
Streitkräfte auf der Grundlage eines modernen Informations- und Kommunikationsverbundes einsetzen und führen - das ist das Ziel der Vernetzten Operationsführung (NetOpFü) der Bundeswehr.
Die Transformation der Bundeswehr umfasst ein ganzes Bündel von Maßnahmen, mit denen die deutschen Streitkräfte auf ihre neuen Aufgaben ausgerichtet werden. Neben der Konzentration auf die wahrscheinlichsten Einsätze und multinationale Ausrichtung steht die Befähigung zur Vernetzten Operationsführung im Mittelpunkt.
Mit diesem Konzept werden die Möglichkeiten des Informationszeitalters in den Streitkräften umgesetzt. Die Führung und der Einsatz von Streitkräften werden auf die Grundlage eines umfassenden Informations- und Kommunikationsverbundes gestellt. Allumfassend bedeutet das, dass alle netzwerkfähigen Streitkräfte, Führungsebenen und Operationen miteinander vernetzt werden können. Man spricht hierbei von Interoperabiliät.
Netzwerke lösen Plattformen und Integrierte Systeme als Mittelpunkt des militärischen Denkens ab. Dadurch werden auf Informationsüberlegenheit aufbauende, flexiblere und effektivere militärische Einsatzkonzepte und Operationen möglich. Durch Ausbau und Beschleunigung der Kommunikation sollen sie zu folgenden Synergieeffekten führen:
- Streitkräfte mit viel höherer Beweglichkeit - Bessere Informationen, dadurch bessere Führung
- Höhere Wirksamkeit durch bessere Abstimmung (Synchronisation)
- Bessere Ausnutzung der Mittel (Ressourcen)
- Höhere Reaktionsgeschwindigkeit bei Operationen
- Bessere Interoperabilität mit vernetzten Partnern
Die Auswirkungen von Vernetzter Operationsführung in der Praxis sind am besten durch Beispiele zu erkennen: Integrierte Gefechtsstände haben jederzeit den Überblick über die Verteilung und Position einzelner Truppenteile, dank bodenverlegter Sensoren und hochfliegender Aufklärungsmittel. Panzerkommandanten können auf ihrem Bildschirm jederzeit die Koordinaten von verlegten Minensperren in ihrem Gebiet abrufen. Logistiker können den Nachschub vom Heimatland bis ins Einsatzgebiet steuern, weil die Bestandsübersichten jederzeit abrufbar sind.







