Die Streitkräftebasis
Die Versorgung der Truppen gehört seit jeher zum grundsätzlichen Bestandteil eines militärischen Systems. Stehen sie im Felde, müssen sie mit Nachschub versehen werden. Davon hängt nicht nur die Effektivität im Kampf, sondern auch die Moral der Soldaten ab.
In den vergangenen Jahrhunderten wurde vor diesem Hintergrund die Truppenversorgung zusehends optimiert. So war es nicht unüblich, daß im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) ein Troß dem Heer nachfolgte, der oftmals ebenso groß war. Unter Friedrich dem Großen, ein halbes Jahrhundert darauf, wurde bereits das Magazinwesen zur Versorgung der Soldaten im Felde ausgebaut. In den Reichseinigungskriegen 1864, 1866 und 1870/71 wurde schon die Eisenbahn als logistisches Instrument genutzt. Diese „Episoden“ zeigen die Bedeutung einer effizienten logistischen Versorgung des Militärs, die im Laufe der Zeit für moderne Streitkräfte immer mehr an Bedeutung gewonnen hat.
Um die Logistik und Führungsunterstützung der Bundeswehr zu zentralisieren und effektiver zu machen, wurde im Oktober 2000 ein selbstständiger Organisationsbereich aufgestellt – die Streitkräftebasis. Sie ist mit ihren rund 55.000 Soldaten inzwischen zum zweitgrößten eigenständig organisierten Bereich der Bundeswehr aufgewachsen.
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