Berichte aus Afghanistan
Berlin, 05.11.2009.
Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr im Einsatz – unser Autor hat sie mit Block, Bleistift und Kamera begleitet.
Die deutschen Soldaten der Schutzkompanie des Provincial Reconstruction Teams (PRT) Kunduz haben einen in jeder Beziehung heißen Job. Und das nicht nur im Sommer, wenn die Temperaturen auf bis zu 50 Grad im Schatten steigen, und die Soldaten in ihren Schutzwesten das Gefühl haben, gegart zu werden.
Es ist noch nicht lange her, dass das Camp Marmal, das größte deutsche Feldlager im Afghanistan-Einsatz, buchstäblich aus dem Wüstenboden gestampft wurde. Seit dem hat sich viel verändert.
Eine gute medizinische Versorgung der Einsatzsoldaten ist gerade in Afghanistan besonders wichtig. Gewährleistet wird sie vom Sanitätseinsatzverband. Sein „Herz“ schlägt in Mazar-e Sharif. Zugleich ist er in der Fläche vor Ort und kann sich auf Kapazitäten in Deutschland abstützen.
Seit April ist Oberstleutnant Hans-Christoph Grohmann Kommandeur der Quick Reaction Force (QRF), der schellen Eingreiftruppe in Afghanistan. Gefechte mit Aufständischen fanden und finden immer wieder statt. Unser Autor hat mit dem Offizier gesprochen.
Alle zwei Wochen erscheint in Afghanistan eine Zeitung, die die Menschen im Land aktuell informiert und gleichzeitig Transparenz in die Arbeit der internationalen Schutztruppe ISAF, der International Security Assistance Force, bringt. Sada-e Azadi – Stimme der Freiheit – heißt das Produkt, das von den Soldaten und zivilen Mitarbeitern produziert wird.
Wenn deutsche Soldatinnen und Soldaten nach Afghanistan in den Einsatz fliegen, kommen sie um eine Zwischenlandung beim strategischen Lufttransport-Stützpunkt der Luftwaffe in Termez, Usbekistan nicht herum. Ein kleines Zeltdorf auf dem Flugplatz beherbergt die Soldaten für eine Nacht, bevor es richtig losgeht mit dem Einsatz. Ein Stimmungsbericht: