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Von Barett bis Zulu-Zeit

Wie jede andere große Organisation hat auch die Bundeswehr ihre eigene "Sprache", ihre eigenen Fachbegriffe und die eine oder andere Eigentümlichkeit. Unsere Serie erklärt sie.

Die Kopfbedeckung BarettGrößere Abbildung anzeigen
Das Barett

Barett

Das Barett ist bei der Bundeswehr bereits seit 1971 Bestandteil der Uniform. Zunächst bekamen die Soldaten des Heeres die flache, schirmlose Kopfbedeckung, inzwischen wird das Barett auch in Teilbereichen von Luftwaffe und Marine getragen. Beim Heer ist das Barett zugleich ein Hinweis auf die Truppengattung, der ein Soldat angehört. Die Infanterie trägt Grün, die Panzertruppe Schwarz, die Artillerie Rot und so weiter.

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Batterie (Collage)Größere Abbildung anzeigen
Batterie (Collage)

Batterie

Die militärische Batterie hat mit dem allgemein bekannten elektrischen Energiespeicher nichts zu tun. Der Begriff bezeichnet eine unter gemeinsamem Kommando geführte Anzahl von Geschützen oder Raketenwerfern. Das Wort wurde im 16. Jahrhundert aus dem Französischen in den deutschen Sprachgebrauch übernommen und hat seinen Ursprung, wie Bataillon, im lateinischen battere (schlagen, klopfen). Bei der Artillerie und anderen Truppengattungen der Bundeswehr ist die Batterie das Pendant zur Kompanie.

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Soldaten im Kreis ihres GruppenführersLupe
Soldaten im Gruppenlager (Quelle: Bundeswehr)

Biwak

bezeichnet das Feldnachtlager der Soldaten. Der Begriff geht auf das niederländische Wort für "Beiwache" zurück und ist über das französische "bivouac" oder "bivac" im 17. Jahrhundert in den deutschen Sprachgebrauch übergegangen. Die Beiwache ergänzte die in einem Wachhäuschen untergebrachte Hauptwache – und kampierte im Freien.

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angetretene Soldaten und BW LogoLupe

Bundeswehr

"Die Bundeswehr ist die Gesamtheit des der militärischen Landesverteidigung der Bundesrepublik Deutschland dienenden Personals und Materials einschließlich aller Einrichtungen, Anlagen und Organisationselemente." (Wörterbuch zur Sicherheitspolitik, Mittler 2000) Gut. Aber warum heißt die Bundeswehr eigentlich Bundeswehr? Der Name geht auf Hasso von Manteuffel zurück, einen ehemaligen General der Panzertruppe der Wehrmacht und FDP-Abgeordneten. Der Vorschlag, die Streitkräfte der jungen Bundesrepublik Deutschland so zu nennen, gefiel. Am 22. Februar 1956 reichte der Vorsitzende des Sicherheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Richard Jäger, einen entsprechenden Antrag ein, dem stattgegeben wurde. Seitdem gibt es die Bundeswehr.

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"Dackelgarage"Lupe
Soldaten beim Aufbau eines Zweimannzeltes (Quelle: Bundeswehr)

Dackelgarage

Der Soldat ist ein Tierfreund. Trotzdem: Dackelgarage ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein niedriges Zweimannzelt, in dem Soldaten im Biwak übernachten.

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Eisernes KreuzGrößere Abbildung anzeigen
Eisernes Kreuz

Eisernes Kreuz

Woher stammt das Eiserne Kreuz?

Das nationale Erkennungszeichen der Bundeswehr wurde am 10. März 1813 durch den damaligen preußischen König Friedrich Wilhelm III. gestiftet. Als Orden wurde es während der Befreiungskriege, im Krieg 1870/71 sowie im Ersten und Zweiten Weltkrieg verliehen. Als Erkennungszeichen an Flugzeugen und Panzern wurde das Eiserne Kreuz - in verschiedenen Varianten - seit dem Ersten Weltkrieg verwendet.

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EinmannpackungenLupe
Einmannpackungen (Quelle: Redaktion Internet Bw)

EPa

Wenn Soldaten auf Übung oder im Einsatz nicht mit frischer Verpflegung versorgt werden können, schlägt die Stunde der Einmannpackungen (EPa). In einer Pappschachtel finden sich 27 unterschiedliche Lebensmittel – von Fertiggerichten bis zur Schokolade – und diverse andere Artikel wie Streichhölzer oder ein Erfrischungstuch. Ein EPa versorgt einen Soldaten für einen Tag und hat im Schnitt 3.300 Kilokalorien. Es gibt drei unterschiedliche EPa-Varianten, die sich durch die Fertiggerichte unterscheiden.

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Die persönliche Erkennungsmarke eines SoldatenGrößere Abbildung anzeigen
Erkennungsmarke

Erkennungsmarken

Seit wann gibt es Erkennungsmarken?

Die Täfelchen aus Blech wurden zu Beginn des Krieges 1870/71 eingeführt. Der Erzählung nach soll der Vorschlag von einem Berliner Handwerker gekommen sein, der zu diesem Zeitpunkt mehrere Söhne beim Militär hatte. Man sagt, er habe als Argument einen Vergleich mit der Hundesteuermarke gezogen und somit König Wilhelm I. verärgert. Gleichzeitig sah der Monarch jedoch auch den Nutzen einer solchen Marke und befahl bald darauf ihre Einführung.

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FahnenjunkerGrößere Abbildung anzeigen
Fahnenjunker

Fahnenjunker

Woher stammt "Fahnenjunker"?

"Junker" hießen die Söhne der Edelleute auf den väterlichen Gütern. Diese Bezeichnung wurde beibehalten, wenn sie, meistens noch sehr jung, in das Heer eintraten, um Offizier zu werden. Als besondere Auszeichnung gab man ihnen das Recht, die Fahne zu tragen. Am 1. Januar 1899 wurde vom damaligen Kaiser Wilhelm II. die Bezeichnung "Fahnenjunker" offiziell für den Offizieranwärter eingeführt. In der Bundeswehr ist ein Fahnenjunker ein Offizieranwärter im Unteroffiziersrang.

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Ein Feldjäger bei der Kontrolle eines SoldatenGrößere Abbildung anzeigen
Feldjäger

Feldjäger

Als Feldjäger wird die Militärpolizei der Bundeswehr bezeichnet. Sie ist unter anderem zuständig für den Schutz und die Bewachung militärischer Einrichtungen und Personen und nimmt polizeiliche Aufgaben war. In der Geschichte rekrutierte sich die Jäger- oder Feldjägertruppe häufig aus Waidmännern und Forstbeamten, die besonders gut schossen und sich geschickt im Gelände bewegten.

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Im Hintergrund ein Gruppe von Soldaten im Vordergrund die Schulterklappe eines FeldwebelsGrößere Abbildung anzeigen
Feldwebel

Feldwebel

Der Feldwebel hieß ursprünglich "Feldweibel", was sich auf "weiben" (hochdeutsch: weben) und auf die schnelle Bewegung des Weberschiffchens bezog. Der Feldwebel muss also ständig in Bewegung gewesen sein, schließlich war er in der Landsknechtszeit Mittler zwischen dem Landsknechtsführer und dem "Feld", also den Landsknechten. Im 18. Jahrhundert erhielten die Feldwebel das Privileg, die Säbelzierde der Offiziere (Portepee) zu tragen. Folgerichtig beginnt in der Bundeswehr die Laufbahngruppe der "Unteroffiziere mit Portepee" mit dem Dienstgrad Feldwebel.

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Dienstgrad Gefreiter+SoldatinnenLupe

Gefreiter

Befreite Gefreite

Der Begriff Gefreiter bezeichnet, abgeleitet von dem Partizip des altdeutschen Zeitwortes "freien", eigentlich einen "Befreiten". Damit ist jedoch nicht gemeint, dass alle Soldaten dieses Dienstranges tun und lassen können, was ihnen beliebt. Die Bezeichnung verweist eher auf eine gewisse Berufserfahrung, die es unter den Landsknechten im 17. Jahrhundert rechtfertigte, ältere und besonders zuverlässige Kämpfer von niederen und besonders schweren Arbeiten zu befreien.

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Soldaten geloben beim feierlichen Gelöbnis auf die DeutschlandflaggeGrößere Abbildung anzeigen
Das Gelöbnis

Gelöbnis

In dieser feierlichen Zeremonie bekennt sich der Grundwehrdienstleistende zum Dienst an der Bundesrepublik Deutschland. Er gelobt, "der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen". Berufs- und Zeitsoldaten schwören dieses.

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Eine Soldatin und ein Soldat beim Bau eines UnterstandesGrößere Abbildung anzeigen
Geländeübung während der Grundausbildung

Grundi

Die Grundausbildung ("Grundi") ist die erste Phase der Ausbildung jedes Soldaten. Sie dauert drei Monate. In dieser Zeit lernt der Soldat oder die Soldatin beispielsweise, Schusswaffen zu bedienen, sich im Gelände zu orientieren oder Erste Hilfe zu leisten. Teil der "Grundi" sind aber auch die Themen "Wehrrecht" und "Politische Bildung". Gegen Ende der Grundausbildung legt der Soldat sein Feierliches Gelöbnis ab.

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Soldat beim Schießen mit der PanzerfaustGrößere Abbildung anzeigen
Die Panzerfaust 3

Heer

Der Begriff bedeutet so viel, wie "das zum Krieg Gehörige". Zurück geht er sprachlich auf das germanische "Harja". Dieses kommt vom indogermanischen Adjektiv "korios", das von "Koros" (Krieg, Streit) abgeleitet ist.

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Schulterklappe eines KapitänleutnantGrößere Abbildung anzeigen
Kapitänleutnant

KaLeu

Spätestens mit dem Film "Das Boot" kam der "KaLeu" - die Kurzform von Kapitänleutnant - in aller Munde. Die militärisch richtige Abkürzung dieses Dienstgrades, der dem Hauptmann bei Heer und Luftwaffe entspricht, lautet jedoch "KptLt".

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Kamerad (Collage)Größere Abbildung anzeigen
Kamerad (Collage)

Kamerad

Mit den Kameraden teilt der Soldat nicht nur Freud und Leid, sondern auch die Behausung. Das italienische "camerate" (span. Camerada) bezeichnete ursprünglich eine Stuben- oder Zeltbelegschaft. Dieser Begriff wurde später auch für die einzelnen Mitglieder einer solchen Gemeinschaft angewandt. In der deutschen Soldatensprache findet sich der Kamerad seit dem 30-jährigen Krieg, von wo er bald auch in der Bedeutung eines Gefährten und Freundes in den allgemeinen Wortschatz Eingang fand.

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Marschierende Soldaten
Kompanie

Kompanie

Von dem mittellateinischen Wort "companio" (Brotgenossenschaft) abgeleitet, beschreibt der Begriff eine Gemeinschaft, die gemeinsam zu Tisch sitzt und das Brot teilt. Auch Handelshäuser wurden als "Companie" bezeichnet. Bei der Bundeswehr ist die Kompanie eine militärische Einheit, die – je nach Truppengattung – gut 200 Soldaten umfassen kann. Geführt wird sie durch den Kompaniechef, der in der Regel Hauptmann oder Major ist. Die Kompanie besteht aus mehreren Zügen, mehrere Kompanien wiederum bilden ein Bataillon. Bei der Luftwaffe heißt die Kompanie "Staffel", bei der Artillerie "Batterie".

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KragenspiegelGrößere Abbildung anzeigen
Kragenspiegel

Kragenspiegel

Woher stammen die Generals-Kragenspiegel?

Die Stickerei wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von den Offizieren des Infanterie-Regiments Nr. 26 an der Knopfleiste getragen. Am 22. März 1900 verlieh das Kabinett den preußischen Offizieren die goldene Stickerei als Auszeichnung, da das 26. zu den ruhmvollsten Infanterie-Regimentern des Heeres gehörte. Bis 1915 führten auch die anderen Länder des deutschen Reiches diese Stickerei ein, lediglich in Bayern in Silber. Nach dem ersten Weltkrieg wurde sie schließlich in verkleinerter Form von deutschen und österreichischen Generalen getragen. Später erhielten auch die Generale der Bundeswehr diese überlieferten Abzeichen.

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Lazarett (Collage)Größere Abbildung anzeigen
Lazarett (Collage)

Lazarett

Lazarus + Nazareth = Lazarett

Die Bezeichnung Lazarett hat sich aus einer Vermengung der Namen des Heiligen Lazarus und der Stadt Nazareth entwickelt. Zur Zeit der Kreuzzüge unterhielten die Ordensritter des heiligen Lazarus, dem Schutzheiligen der Aussätzigen und Kranken, im "Gelobten Land" Pflegespitäler für Kranke. Diese Häuser wurden Lazarette genannt. Seit dem 16. Jahrhundert wird diese Bezeichnung im Deutschen für Militärkrankenhäuser verwendet.

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Die Litze

Litze

Eine "Litze" ist eine farbige Schlaufe an den Schulterklappen der Feldanzüge von Heeressoldaten. Die Litzenfarbe, beziehungsweise die Farbe des Kragenspiegels beim Dienstanzug, kennzeichnet neben dem Barett die einzelnen Truppengattungen (zum Beispiel grün: Infanterie, goldgelb: Panzeraufklärer, blau: Logistik, gelb: Fernmelder).

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Marschierende SoldatenGrößere Abbildung anzeigen
Marschierende Soldaten

Militär

"Militär" ist vom lateinischen Wort "militaris" hergeleitet, was soviel wie kriegerisch und soldatisch bedeutet. Dies stammt wiederum von "miles" ("Soldat") ab. Dieses Wort gehört zu einem Stamm, der "Haufen" bedeutet. "Miles" kann man also auch mit "jemand, der in einem Haufen marschiert" übersetzen.

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Collage zur Darstellung des NATO-AlphabetsLupe
NATO-Alphabet (Quelle: Redaktion Internet Bw)

NATO-Alphabet

Wer sicher gehen will, dass etwas verstanden wird, buchstabiert es. Und wer dieses in einem internationalen Bündnis macht, buchstabiert auf Englisch mit dem folgenden NATO-Alphabet: Alpha, Bravo, Charlie, Delta, Echo, Foxtrott, Golf, Hotel, India, Juliet, Kilo, Lima, Mike, November, Oscar, Papa, Quebec, Romeo, Sierra, Tango, Uniform, Victor, Whiskey, X-Ray, Yankee, Zulu.

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Dienstgrad Oberstabsgefreiter+ZebraLupe

NATO-Zebra

Ein Zebra zeichnet sich durch Streifen aus, und Streifen hat der Oberstabsgefreite, der höchste Mannschaftsdienstgrad der Bundeswehr, gleich fünf auf der Schulter. Er wird von Kameraden daher gerne als "NATO-Zebra" bezeichnet.

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Schulterklappen eines Oberstleutnant und eines OberleutnantGrößere Abbildung anzeigen
Oberst- (li) und Oberleutnant (re)

Oberleutnant und Oberstleutnant

Manchmal machen zwei kleine Buchstaben einen großen Unterschied. Während der Oberleutnant gerade nach dem Leutnant den zweiten Offizierdienstgrad erreicht hat, ist die Karriere des Oberstleuntnants schon weiter fortgeschritten: Er steht vier Dienstgrade über dem Oberleutnant. Der Begriff "Leutnant" ist dem französischen "lieutenant" entliehen, was "Stellvertreter" bedeutet.

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OffiziereGrößere Abbildung anzeigen
Offiziere

Offizier

Das Offizielle am Offizier

Ursprünglich ging der Begriff vom mittellateinischen Wort "officiarius" aus, was Inhaber oder Verwalter eines "officiums" (Amtes) bedeutet. In Deutschland erscheint das Wort in seiner heutigen Bedeutung erstmals Ende des 16. Jahrhunderts. Vorher hatte man die Stellungen der höheren Offiziere als Kriegsämter bezeichnet.

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Orden I

Was haben Mönche und Soldaten gemeinsam? Ihre Vorliebe für Orden. Der Zusammenhang zwischen der geistlichen Bruderschaft und der militärischen Auszeichnung liegt im Wortursprung. Orden wurzelt in lateinisch "Ordo" für Reihe, Ordnung; Rang, Stand. Danach wurden die (Ordens-)Regeln bestimmter christlicher – insbesondere klösterlicher – und weltlicher Gemeinschaften und Bruderschaften benannt. Später auch die Bruderschaften selbst. Von den Abzeichen der Mitglieder, die sie zu Ehren des Ordens und als Zeichen ihrer Zugehörigkeit trugen, hat das Ehrenzeichen seinen Namen.

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OrdensverleihungGrößere Abbildung anzeigen
Ordensverleihung

Orden II

Warum werden Orden "nur" verliehen?

Orden werden lediglich verliehen, weil sie durchaus auch wieder aberkannt werden können. Als Begründung kann etwa der Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte dienen.

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Ein militärischer Kellner beim BierzapfenGrößere Abbildung anzeigen

Ordonnanz

Der Begriff geht auf das französische Wort "ordonnance" (Anordnung, Befehl) zurück. In der österreich-ungarischen Armee verstand man darunter einen Befehlsüberbringer. In der Bundeswehr wird der Begriff in einem ganz anderen Zusammenhang gebraucht: In Offiziers- und Unteroffiziersheimen sorgen Ordonnanzen für den Service.

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ParadeGrößere Abbildung anzeigen
Parade

Parade

Woher stammt die Parade?

Parade ist aus dem Lateinischen über das Französische in die deutsche Sprache gekommen. In der heutigen Bedeutung von Musterung oder Heerschau ist das Wort erstmals in Frankreich nachgewiesen. König Ludwig XIV. rief dort 1665 die französische Garde zur Parade. Im deutschen Heer war die Parade gleichzeitig unter anderem ein Gradmesser für Disziplin und Ausbildungsstand.

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Portepee

bezeichnet die Unteroffiziersränge ab dem Feldwebel aufwärts ("Unteroffiziere mit Portepee"). Im 18. Jahrhundert war es das hauptsächliche Standesabzeichen der Preußischen Offiziere. Ursprünglich entstammt "porte-épée" aber dem Französischen, heißt "Degenträger" und meinte einen Riemen oder Bügel, der verhinderte, dass dem Fechtenden die Waffe aus der Hand geschlagen wurde.

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RekrutenGrößere Abbildung anzeigen
Rekruten

Rekrut

Warum ist der Rekrut ein Rekrut?

Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutete "eine neue Mannschaft ausheben". Das französische recoître entstammt seinerseits wiederum dem lateinischen Begriff recrescere. Dieser heißt wiederum "wieder wachsen" oder auch "nachwachsen". In Deutschland wurde das Wort im 17. Jahrhundert heimisch.

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Barettabzeichen SanitätsdienstLupe

Sanität

heißt wörtlich "Gesundheit" und entstammt dem lateinischen "Sanitas" mit derselben Bedeutung. Zentraler Auftrag des Sanitätsdienstes ist es demnach, die Gesundheit der Soldatinnen und Soldaten zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen. Nicht zu verwechseln mit "sanitär" in "sanitäre Anlagen", einer schamhaften Umschreibung öffentlicher Bedürfnisanstalten.

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Blau - die Farbe der SanitätstruppeGrößere Abbildung anzeigen
Blau - die Farbe der Sanitätstruppe

Sanitäter

Sanitäter in Blau

Kurfürst Georg Wilhelm von Brandenburg führte 1632 die blaue Farbe, die auch in seinem Wappen vorkam, allgemein für die Uniformierung seiner Armee ein. Als bei der Uniformierung des Heeres schließlich buntere Farben verwendet wurden, behielten die Militärärzte blau bei. 1957 wurde sie wieder in der Bundeswehr als Farbe für den Sanitätsdienst eingeführt: als Kragenspiegel, später auch als Barett.

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SchellenbaumGrößere Abbildung anzeigen
Schellenbaum

Schellenbaum

Woher stammt der Schellenbaum?

Der halbmondförmige Teil weist zweifelsfrei auf die Türkei, so heißt der Schellenbaum in England etwa auch Turkish crescent. Seinen Namen erhielt er wegen der zahlreich an ihm hängenden Glöckchen. In der türkischen Armee gehörte der Schellenbaum zu den Instrumenten der Janitscharen-Musik, die im Laufe des 18. Jahrhunderts auf fast alle europäischen Heere überging. Den Schellenbaum übernahmen die einzelnen preußischen Truppenteile jedoch erst, nachdem sie einen solchen in den Feldzügen 1813/15 erobert hatten. Somit wurde der Schellenbaum zu einem Sieges- beziehungsweise Ehreninstrument. Nach den Befreiungskriegen stifteten die Städte den bei ihnen stationierten Regimentern als Dank Schellenbäume, die später auf kaiserlichen Erlass hin vereinheitlicht wurden. Seiner Bedeutung nach ist er zudem kein Instrument, sondern eine symbolische Siegestrophäe, die bei besonderen Anlässen vorangeführt wird.

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Collage: Soldaten, GeldGrößere Abbildung anzeigen
Soldat: "der in Sold genommene"

Soldat

Das Wort geht von dem italienischen "soldato" aus und gelangte über das Französische in unsere Sprache. "soldato" bedeutet so viel wie "der in Sold genommene". Es ist von soldare (in Sold nehmen) und soldo (Geld, Löhnung) abgeleitet.

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Soldaten beim GrüßenGrößere Abbildung anzeigen
Der Gruß

Soldatengruß

Warum grüßen Soldaten?

Da es dem Soldaten aus praktischen Gründen nicht immer möglich ist, seine Kopfbedeckung zum Gruß abzunehmen, hat sich bereits seit Anfang des 18. Jahrhunderts der Gruß durch das Anlegen der Hand an die Kopfbedeckung durchgesetzt. Andere Quellen leiten den militärischen Gruß vom Öffnen des Helmvisiers ab, das unter Rittern als Zeichen der Friedfertigkeit galt. Heute ist der Gruß Teil der militärischen Umgangsformen.

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Spanischer ReiterGrößere Abbildung anzeigen
Spanischer Reiter

Spanischer Reiter

Warum heißen "Spanische Reiter" so?

Weder sehen die Sperren aus Stacheldraht und Holzpfählen nach Spanien noch gar nach Reitern aus. Trotzdem heißen sie "Spanische Reiter". Zwar gab es schon länger Sperren aus kreuzweise in Balken hineingesteckten Spießen oder Pfählen. Ihren heutigen Namen sollen die "Spanischen Reiter" jedoch erst während der niederländischen Befreiungskriege erhalten haben. Mit ihrer Hilfe gelang es den Spaniern, während ihrer Belagerung der Stadt Groningen die zum Entsatz herbeieilende Reiterei von ihren Stellungen fern zu halten. Als "Reiter" bezeichnete man dabei das oben sitzende, zwei Pfähle verbindende Querholz.

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Schulter eines KompaniechefesGrößere Abbildung anzeigen

Spieß

Als "Spieß" wird der Kompaniefeldwebel bezeichnet. Als viel zitierte "Mutter der Kompanie" und enger Mitarbeiter des Kompaniechefs ist er für die organisatorischen Belange des Dienstbetriebes verantwortlich. Im Militärjargon ist die Bezeichnung "Spieß" etwa seit 1900 gebräuchlich. Kennzeichen des Kompaniefeldwebels bei Heer und Luftwaffe ist allerdings kein Stechwerkzeug, sondern eine gelbe Kordel.

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TruppenfahnenGrößere Abbildung anzeigen
Truppenfahnen

Truppenfahnen

Wann bekam die Bundeswehr ihre Truppenfahnen?

Mit dem Wachbataillon bekam die erste Einheit der Bundeswehr am 7. Januar 1965 eine Truppenfahne verliehen. In den folgenden Monaten erhielten dann auch alle anderen Verbände ihre Fahnen. Die Fahnenmuster sind für die drei Teilstreitkräfte identisch. Sie unterscheiden sich lediglich in dem in der Waffenfarbe gefertigten Fahnenband, auf dem sich auch die Verbandsbezeichnung sowie das Divisionsabzeichen befinden.

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Bundeswehrfahrzeuge aus dem Bw-FuhrparkLupe
Bundeswehrfahrzeuge aus dem Bw-Fuhrpark (Quelle: Bildstelle Bundeswehr)

Ungetarnte Autos

Nicht alle Bundeswehrfahrzeuge gehören der Truppe: Handelsübliche Autos und Busse werden seit Juni 2002 von der Bw Fuhrpark Service GmbH bereitgestellt. Ziel des Unternehmens ist ein modernes Mobilitätsmanagement für die Bundeswehr bei gleichzeitiger Senkung der Betriebskosten. Da ungetarnte Fahrzeuge billiger zu beschaffen und leichter weiterzuverkaufen sind, verzichtet das Unternehmen auf Flecktarn und setzt zumeist auf Silber oder Dunkelblau.

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Uniform

wurde erstmals im 14. Jahrhundert im Lateinischen Ausdruck "vestitura uniformis" für die einheitliche Kleidung von Rittern verwendet. Im 16. Jahrhundert wurde sie genutzt, um bei Straftaten gegen die eigene Bevölkerung schneller herauszufinden, welcher Kompanie der Übeltäter angehörte. Gut 300 Jahre später trugen Soldaten dann Uniform, um während und nach der Schlacht die eigenen Kameraden besser vom Gegner unterscheiden zu können. Gleichförmige Uniformen im heutigen Sinne gibt es seit der Errichtung stehender Heere Mitte des 17., Anfang des 18. Jahrhunderts. Deren Aussehen hat sich mit dem Wandel der Kriegsführung jedoch stark verändert. Zog man im 19. Jahrhundert noch bunt und auffällig zu Felde, bevorzugten die Soldaten im Ersten Weltkrieg schon Tarnfarbe.

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Lupe
Verfügungsraum (Quelle: Redaktion Internet Bw)

Verfügungsraum

Der Witz ist wahrscheinlich so alt wie die Bundeswehr: Ein junger Soldat wird von erfahrenen Kameraden an einen möglichst entlegenen Ort in der Kaserne geschickt, um "den Schlüssel für den Verfügungsraum" zu holen. Dabei ist der Verfügungsraum gar kein Zimmer, sondern ein Geländeabschnitt, in dem sich die Truppe auf einen Auftrag vorbereitet und in dem sie sich zur Verfügung hält.

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Y-Kennzeichen an einem MilitärfahrzeugGrößere Abbildung anzeigen

Y-Kennzeichen

Warum das Y auf dem Autokennzeichen?

Als 1955 die Bundeswehr gegründet wurde, musste für den Fuhrpark der Streitkräfte eine einheitliche Nummernkennung gefunden werden. Da die Kennungen für Kreise, Gemeinden und Städte schon vergeben worden waren, standen nur noch die Buchstaben X und Y zur Verfügung. Man entschied sich für Y.

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Großer ZapfenstreichGrößere Abbildung anzeigen
Großer Zapfenstreich

Zapfenstreich

Der Zapfenstreich ist der Beginn der Nachtruhe in den militärischen Unterkünften. Das Wort stammt aus dem Mittelalter, als die Wirtsleute allabendlich zu bestimmter Stunde den Zapfen des Schankfasses "streichen", also dagegenschlagen mussten. Von diesem Zeitpunkt an durfte der Wirt keine Getränke mehr ausgeben, die Landsknechte hatten sich in ihre Zelte zu begeben und Ruhe zu halten. Das Trommelsignal zu Beginn dieser Sperrstunde wurde "Zapfenstreich" oder "Zapfenschlag" genannt. Der "Große Zapfenstreich" dagegen ist das höchste Zeremoniell der Bundeswehr - beispielsweise zur Verabschiedung von Spitzenmilitärs in den Ruhestand.

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Soldaten vor einem Panzer in winterlichem GeländeGrößere Abbildung anzeigen
Zugführer mit Zug

Zugführer

In der Bundeswehr gibt es zwar keine Lokomotiven, aber dennoch Zugführer. Ein Zug ist eine militärische Teileinheit, an deren Spitze der Zugführer steht. Dieser ist in der Regel Hauptfeldwebel, Leutnant oder Oberleutnant. Mehrere Züge wiederum bilden eine Kompanie (auch Batterie oder Staffel), mehrere Kompanien ein Bataillon.

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Collage zur Darstellung der Zulu-ZeitLupe
Zulu-Zeit (Quelle: Redaktion Internet Bw)

Zulu-Zeit

Die NATO ist ein Bündnis, das sich über mehrere Zeitzonen erstreckt. Damit trotzdem jeder weiß, was beispielsweise während Übungen das Stündchen geschlagen hat, wurde die bündnis-einheitliche "Zulu-Zeit" festgelegt. Sie entspricht der Mitteleuropäischen Zeit minus eine Stunde. In den Monaten der Mitteleuropäischen Sommerzeit ändert sich das Verhältnis jedoch. Durch das Vorstellen der Uhrzeit ändert sich auch das Verhältnis zur "Zulu-Zeit" um eine Stunde. Dann entspricht sie der Mitteleuropäischen Sommerzeit minus zwei Stunden. Die Bezeichnung "Zulu" stammt aus dem NATO-Alphabet und steht für den Buchstaben Z.

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Stand vom: 22.03.2010

http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde