Reformer in schwieriger Zeit
Bordenau, 01.11.2005.
Der Name des preußischen Heeresreformers Gerhard Johann von Scharnhorst ist untrennbar mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht verbunden.

Scharnhorst, 1804 selbst in den Adelsstand erhoben, war bürgerlicher Herkunft. Am 12. November 1755 in Bordenau bei Hannover geboren, absolvierte er die Kriegsschule und wurde 1780 Leutnant der Artillerie. 1801 wechselte Scharnhorst in preußische Dienste und wurde Lehrer an der Kriegsschule in Berlin. Einer seiner Schüler: Carl von Clausewitz, Autor des Standardwerkes "Vom Kriege". 1807 übernahm Scharnhorst den Vorsitz einer Kommission, die im Auftrag des Königs Konsequenzen aus der preußischen Niederlage erarbeiten sollte. Bei der Erhebung gegen Frankreich zog der Reformer ins Feld: In der Schlacht von Großgörschen verwundet, starb Scharnhorst am 28. Juni 1813 in Prag. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Berliner Invalidenfriedhof. Die Bundeswehr beschließt die Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Bestehen an Scharnhorsts 250. Geburtstag in Bordenau.









