„Der Kampf um Öl“ – Zu Besuch bei den Karl May Festspiele in Elspe

„Der Kampf um Öl“ – Zu Besuch bei den Karl May Festspiele in Elspe

  • Betreuung und Fürsorge

Angehörigen von Soldatinnen und Soldaten die sich im Einsatz befinden und die aus dem Einsatz gekommenen sind erlebten einen ereignisreichen Tag in Elspe. Zusammen mit dem Familienbetreuungszentrum (FBZ) Unna besuchten sie die Karl May Festspiele in Elspe.

Nach der Begrüßung der Gäste, der Vorstellung des FBZ Teams und des Tagesablaufes durch den Leiter des Familienbetreuungszentrums, Stabsfeldwebel Schumacher, folgte eine aktuelle Information über die Lage in den Einsätzen und ein Wetterbriefing. Nach einem guten und für die Kinder angemessenen Frühstück ging die Reise, mit vier Reisebussen zu den Karl May Festspielen nach Elspe. Seit 2016 besucht das FBZ Unna die Karl May Festspiele, um auf den Spuren von Winnetou und Old Shatterhand zu wandern.

Die Vorfreude war, während der knapp zweistündigen Busfahrt, spürbar. Diejenigen von uns, die schon bereits das Spektakel zwischen Cowboys und Indianern miterleben durften, freuten sich auf alte Bekannte, vergangener Zeit. Die ganz Kleinen unter uns waren schon gespannt, wie die Helden der Kindheit ihrer Eltern und Großeltern, wohl in Natur aussehen   mögen. Im Zeitalter von Superhelden wie Spiderman, Pokémons und Co, sind Cowboys etwas aus der Mode gekommen.

Als wir unser Ziel erreichten, wurden die Festspielkarten durch Herrn Stabsfeldwebel Schumacher und Herrn Stabsfeldwebel Wintgen verteilt. Dann machten wir uns auf den Weg in eine vergangene Zeit, wo noch das Recht des Stärkeren zählte. Ein erbitterter Kampf zwischen Gut und Böse über das „schwarze Gold“. Der Kampf um das Öl…!

Wir befanden uns im Land der Apatschen, wo uns Karl May auf die Abendteuer Winnetous einlud. Hoch zu Ross begrüßte uns Old Shatterhand und der Häuptling aller Indianer, Winnetou.

Dieses Jahr erzählte uns Karl May die Geschichte über die Ölfunde im Grenzgebiet der Apatschen und Assiniboin. Das „schwarze Gold“ lockte nicht nur friedliche Siedler, sondern auch skrupellose Verbrecher in das Indianerland. Einer von ihnen, nannte sich Parranoh, dem schließlich nur durch das entschlossene Eingreifen der Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand das Handwerk gelegt werden konnte.

Das Treiben auf der 100 Meter breiten Bühne lies alle Augen vor Freude leuchten. Die 60 Darsteller und die über 40 Pferde erweckten den Roman von Karl May zum Leben. Die Indianersquaw mit ihrem Adler machte die Illusion der Welt der Indianer perfekt.  Es wurde gekämpft, geschossen, Häuser in die Luft gesprengt und Ganoven angezündet. Gut ausgerüstet mit Gehörschutz, konnten uns die Explosionen nichts anhaben. Durch die Barrierefreiheit aller Attraktionen, konnten auch die Rollstuhlfahrer die Filmfestspiele in vollen Zügen miterleben.

Nach dem zweistündigen Bühnenspektakel sammelte sich die „Horde“ an den Bussen und nach einem kurzen Austausch des erlebten, machten wir uns auf dem Heimweg nach Unna. Um den Tag unvergesslich zu machen, gab es für alle noch Autogrammkarten von Winnetou und für die Kleinen eine „Indianerente“. Unser Dank gilt nicht nur der Crew der Karl May Filmfestspiele, sondern auch dem Bundeswehrsozialwerk, dem deutschen Bundeswehrverband und dem evangelischen Militärpfarramt Unna. Sie hatten uns den Tag in diesem Umfang erst möglich gemacht.

Noch immer im Roman gefangen erreichten wir am Abend die Glückauf Kaserne. Mal wieder ging ein toller Tag mit unseren Angehörigen zu Ende.

Bis bald Winnetou, spätestens 2019 zu Deinem Letzen Kampf?!