Für manche Hinterbliebenen sind sie sehr, sehr wichtig. Es gibt aber auch Einige, die sagen: Ich kann das nicht, zum Beispiel, weil eine solche Reise zu beschwerlich ist. Vielen ist vor allem wichtig, an den Unglücksort zu kommen. Sich dem Verstorbenen an der Stelle, an der er zuletzt am Leben war, noch einmal nahe zu fühlen. Man macht sich sonst vielleicht Bilder, die einen belasten können. Und wenn man dann dort war, rückt es einiges gerade. Nach dem Tiger-Absturz hat die Witwe des Piloten, Thomas Müller, schon unmittelbar nach der Trauerfeier den Wunsch geäußert, nach Mali zu fahren. Wir haben die erste Reise nach Gao zwei Monate nach dem Absturz gemacht. Zu diesem Zeitpunkt wären die toten Piloten heimgekehrt, deswegen war es der Witwe und ihren zwei Kindern ein besonderes Anliegen, nach Mali zu fahren. Etwa ein halbes Jahr später sind wir mit dem Vater und der Schwester des anderen Piloten, Jan Färber ins Camp Castor gereist.