Bundespräsident besucht Kommando Territoriale Aufgaben – Dank für Kampf gegen Corona

Bundespräsident besucht Kommando Territoriale Aufgaben – Dank für Kampf gegen Corona

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Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Premiere für den Bundespräsidenten und das Kommando Territoriale Aufgaben: Erstmals war Frank-Walter Steinmeier zu Gast und besuchte die Operationszentrale. Von dort wird die Amtshilfe im Kampf gegen COVID-19Coronavirus Disease 2019 gesteuert. Im Gespräch dankte der Bundespräsident den Frauen und Männern persönlich für ihren Einsatz.

Bundespräsident Steinmeier und ein salutierender Soldat stehen nebeneinander auf einem roten Podest

Empfang mit militärischen Ehren: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (r.) neben Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Bei Krisen, Unglücksfällen und Katastrophen im Inland ist das Kommando Territoriale Aufgaben mit Sitz in Berlin gefragt. Es dient als taktisches Führungskommando. So auch im Kampf gegen das Corona-Virus.

Wie dieser fordernde Auftrag umgesetzt und koordiniert wird, erfuhr Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier aus erster Hand. Bei seinem Besuch in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin besuchte er das Herzstück des Kommandos Territoriale Aufgaben: die Operationszentrale.

Nach dem offiziellen Empfang mit militärischen Ehren, zu dem das Wachbataillon und das Stabsmusikkorps der Bundeswehr antraten, informierte Generalmajor Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben, das Staatsoberhaupt über den aktuellen Stand in der Amtshilfe und die Struktur des Kommandos.

In der Operationszentrale nutzte Steinmeier die Gelegenheit, persönlich mit den Soldatinnen und Soldaten aus dem Corona-Lagezentrum zu sprechen. „Es war mir ein Bedürfnis, hierher zu kommen und im Namen aller Deutschen Danke zu sagen“, betonte Steinmeier. Der Einsatz der Soldatinnen, Soldaten, Reservisten und Zivilbeschäftigten trage dazu bei, „dass wir Tag für Tag der Normalität wieder ein Stück näher rücken“.

Amtshilfe auch bei Waldbränden und Hochwasser

Rund um die Uhr ist die Operationszentrale in Betrieb. Sie ist das Informationszentrum für den Nationalen Territorialen Befehlshaber. Alle Informationen rund um die aktuelle Pandemielage und die Amtshilfegesuche laufen dort in der Julius-Leber-Kaserne zusammen.

Bis zu 60 Soldatinnen und Soldaten sind in der Hochphase wegen der Corona-Pandemie dort eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass die geforderte Hilfe schnell da ankommt, wo sie gebraucht wird. Und das in Form von Personal, Material und Infrastruktur. So gelingt es, dass Soldatinnen und Soldaten auf schnellstem Weg in Gesundheitsämtern, Alten- und Pflegeheimen sowie Impfzentren unterstützen können – jederzeit und deutschlandweit.

Und das nicht nur während der Pandemie, sondern ganzjährig auch bei Waldbränden, Hochwasser oder weiteren Katastrophen. „Wir sind im Kommando Territoriale Aufgaben mit den Amtshilfe-Erfahrungen über die Jahre deutlich operativer geworden und können unsere Hilfe schnell dort leisten, wo sie gebraucht wird“, betont Generalmajor Breuer.

Bundespräsident Steinmeier im Gespräch mit Soldaten in einem Raum mit Computern und Stellwänden

Mitten im Geschehen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht mit den Soldaten in der Operationszentrale und macht sich ein Bild von den Aufgaben und Herausforderungen

Bundeswehr/Sebastian Wilke

60 Soldaten in der Operationszentrale

„Die Operationszentrale ist normalerweise rund um die Uhr mit vier Personen besetzt. Während der Pandemie sind es mittlerweile 60 Frauen und Männer, die hier im Einsatz sind“, erklärt Oberst i. G. Armin Schaus. Er ist der Leiter Einsatz der Operationszentrale und berichtet direkt an General Breuer. Seit März 2020 ist Schaus dort tätig.

Und die Ernsthaftigkeit der Lage sei allen bewusst. „Wir machen hier keine Übung. Wir sind im Einsatz. Wir müssen gewissenhaft arbeiten. Mit unserem Einsatz können wir Menschenleben retten“, so Schaus. Dazu trägt maßgeblich die schnelle Reaktionsfähigkeit bei. Innerhalb von 24 Stunden kann Personal für die Amtshilfe gestellt werden.

Mehr als 7.000 Anträge erfüllt

Eben diese schnelle Reaktionsfähigkeit, durch die sich die Operationszentrale auszeichnet, lobte der Bundespräsident. Denn nur so konnten bereits mehr als 7.000 Amtshilfeersuchen erfüllt werden. Dafür waren in Spitzenzeiten mehr als 15.000 Soldatinnen und Soldaten gleichzeitig im Einsatz.

Mehr als 1.000 Einsätze in der Amtshilfe liefen parallel. „Ich glaube, dass man sich überall in Deutschland darüber freut, dass so schnell geholfen werden konnte“, sagte Steinmeier. Und der Kampf gegen das Corona-Virus geht weiter – somit auch die Hilfeleistung der Bundeswehr.

von Amina Vieth

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