Deutschlands größtes Kriegsschiff Corona-frei im Einsatz

Deutschlands größtes Kriegsschiff Corona-frei im Einsatz

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  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Mittelmeer
Lesedauer:
2 MIN

Seit 19. April ist der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ im Einsatz in der Ägäis. An Bord befinden sich 191 Männer und Frauen. Sie sind derzeit am vermutlich Corona-sichersten Ort auf deutschem Boden. Denn alle mussten vor dem Einsatz in Quarantäne und wurden auf dem Transferweg in den Einsatz sogar an Bord noch einmal auf eine Infektion getestet. Da alle gesund sind und keinen Außenkontakt haben, ist eine Infektion fast unmöglich.

Sie kreuzen vor Kreta und haben kein Corona an Bord: 191 Männer und Frauen auf dem Einsatzgruppenversorger „Berlin“. Wie die Marine es schafft, ihre Mannschaften in Zeiten der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie zu schützen, berichtet Flottillenarzt Stephan Laumann via Satellitentelefon von hoher See im Podcast mit Redakteurin Barbara Gantenbein.

Der Schiffsarzt auf der „Berlin“, Flottillenarzt Stephan Laumann, hat via Satellitentelefon von hoher See mit Redakteurin Barbara Gantenbein gesprochen und berichtet, wie die Gesundheit der Mannschaft geschützt wird.
Die Corona-Prophylaxe hat positive Nebeneffekte. Während sich normalerweise auf See täglich Besatzungsmitglieder mit Erkältungen oder Durchfall melden, gibt es diese Erkrankungen zurzeit gar nicht an Bord. Grund dafür ist vermutlich die permanente Desinfektion aller Oberflächen und das noch häufigere Händewaschen.

COVID-19Coronavirus Disease 2019: Diagnostik auf hoher See

Um die Besatzungen auf See wirksam vor Infektionsketten mit dem Coronavirus zu schützen, hat das Institut für Mikrobiologie und die Abteilung Marinesanitätsdienst im Marinekommando ambulante Tests entwickelt. Die „Berlin“ war das erste Marineschiff, das Corona-Tests auf See durchführen ließ. Dahinter steckte einiger Aufwand, denn die „Berlin“ kreuzte bereits in der Nordsee, als das Material für die Tests fertig war.

Mit dem Helikopter aufs Schiff

Ein Sea-King-Helikopter flog das benötigte Material, das teilweise bei -20 Grad Celsius gekühlt werden musste, auf die „Berlin“. Zuvor war ein Diagnose-Gerät und der damit vertraute Medizinisch-Technische Assistent vom Schifffahrtmedizinischen Institut der Marine auf der „Berlin“ eingeschifft worden.

Im Rettungszentrum See auf dem Einsatzgruppenversorger gibt es eine Laborabteilung. Diese war aber nicht für die molekularbiologische Diagnostik ausgelegt. Deshalb mussten die Einrichtung der Arbeitsplätze und der Arbeitsabläufe telemedizinisch, also per Bildtelefonie, organisiert werden. Auch während der Tests wurde das Personal an Bord durchgängig telemedizinisch begleitet. Etwas sehr Besonderes bei einem ansonsten normalen Einsatz.

Einsatz bei Standing NATONorth Atlantic Treaty Organization Maritime Group 2

Im Mittelmeer sorgt die Standing NATONorth Atlantic Treaty Organization Maritime Group 2 (SNMGStanding NATO Maritime Group 2), der ständige maritime Einsatzverband der NATONorth Atlantic Treaty Organization, für Sicherheit. Er besteht in der Regel aus mehreren Zerstörern und Fregatten sowie einem Versorgungsschiff der Flotten verschiedener NATONorth Atlantic Treaty Organization-Mitgliedsstaaten. Darunter befindet sich immer ein Schiff aus Deutschland. Die Hauptfähigkeiten des Verbands sind die Kontrolle und der Schutz strategisch wichtiger Seewege. SNMGStanding NATO Maritime Group 2 operiert vor allem im Mittelmeer, kann nötigenfalls aber auch sofort andere Seegebiete ansteuern. Der Marineverband gehört zur NATONorth Atlantic Treaty Organization Response Force. In dieser Formation ist er der Anteil der Seestreitkräfte an der Very High Readiness Joint Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ), der Speerspitze der NATONorth Atlantic Treaty Organization, die permanent einsatzbereit ist.

von Barbara Gantenbein

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