„Ein Tag ohne Raumfahrt“ – was wäre, wenn im Video

„Ein Tag ohne Raumfahrt“ – was wäre, wenn im Video

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Deutschland ist mit seiner digital vernetzten Gesellschaft und Wirtschaft in hohem Maße abhängig von der Nutzung des Weltraums. Störungen dort können verheerende Folgen haben – und das nicht nur für im zivilen Sektor: Auch militärisch hängt einiges vom Weltraum ab.

Ein Soldat vor Monitoren im Weltraumlagezentrum

Vom Weltraumlagezentrum in Uedem aus schützen Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe gemeinsam mit dem DLRDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt deutsche zivile und militärische Systeme im Weltraum.

Bundeswehr/Francis Hildemann

Die Banken, der weltweite Börsenhandel, die Steuerung und Synchronisation komplexer Netzwerke zum Beispiel für die Energie- und Wasserversorgung oder der Mobilfunk: Alles dieses und vieles mehr funktioniert nur dank weltraumgestützter Dienste und Produkte – obwohl das den Nutzenden meist nicht bewusst ist.

Bundeswehr und Weltraum

Auch die Bundeswehr setzt bei der Erfüllung ihres Auftrags auf eine gesicherte und kontinuierliche Verfügbarkeit weltraumgestützter Dienste und Produkte: Satellitenkommunikation in die Einsatzgebiete, Erdbeobachtung und Aufklärung durch Radaraufklärungssatelliten, Positions-, Navigations- und Zeitsignale für komplexe Führungssysteme durch GPSGlobal Positioning System- oder Galileo-Navigationssatelliten. Der Weltraum bestimmt auch den militärischen Alltag.

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Gemeinsam schützen

Die Deutsche Raumfahrtagentur im DLRDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt) ist Partner der Luftwaffe im ressortgemeinsamen Weltraumlagezentrum in Uedem. Seit 2011 arbeiten hier Mitarbeiter des DLRDeutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Seite an Seite mit Soldaten und Soldatinnen der Luftwaffe rund um die Uhr an der Erstellung einer Weltraumlage. Ihr Auftrag ist es, Gefahren und Risiken für deutsche Weltraumsysteme rechtzeitig zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten, die Störungen oder Schäden verhindern. Da der Weltraum ein hochdynamisches Umfeld ist, in dem sowohl die kommerzielle als auch die militärische Nutzung stetig zunimmt, wird es immer wichtiger, die Lage im Weltraum im Blick zu haben.

Ein durch die deutsche Raumfahrtagentur beauftragtes und durch das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik entwickeltes Weltraumüberwachungssystem GESTRAGerman Experimental Space Surveillance and Tracking wird hierzu ab diesem Jahr vom Bundeswehrstandort Schmidtenhöhe bei Koblenz wertvolle Daten an das Weltraumlagezentrum liefern. Das ist ein weiterer Schritt zum Schutz von deutschen und internationalen Satelliten – damit niemand einen „Tag ohne Raumfahrt“ erleben muss.

von Redaktion der Bundeswehr 

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