Fürsorge

Lambrecht besucht Ferienfreizeit des Bundeswehr-Sozialwerkes

Lambrecht besucht Ferienfreizeit des Bundeswehr-Sozialwerkes

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Datum:
Ort:
Brandenburg
Lesedauer:
2 MIN

Enten füttern, Sommerrodelbahn fahren und zum Mittag gibt es Pizza und Schokoladeneis: Das hört sich nach Urlaub an. Im „Haus am Werlsee“ verbringt eine Gruppe von 20 beeinträchtigten jungen Menschen gerade ihre Sommerferien. Doch am 28. Juli steht noch mehr auf dem Programm: ein Besuch von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.

Christine Lambrecht sitzt mit weiteren Personen in einem Strandkorb auf einer Wiese.

Sommer, Sonne, Ferienfreizeit: Im vom Bundeswehr-Sozialwerk betriebenen „Haus am Werlsee“ in Grünheide kann man richtig die Seele baumeln lassen. Davon überzeugte sich auch die neue BwSWBundeswehr-Sozialwerk-Schirmherrin, Verteidigungsministerin Christine Lambrecht.

Bundeswehr/Carl Schulze

„Ist das schön hier!“, sagt die Ministerin, als sie nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Bundeswehr-Sozialwerkes (BwSWBundeswehr-Sozialwerk), Oberst a. D.außer Dienst Peter Dormanns, aus dem Panoramafenster über den Werlsee schaut. Die neue Schirmherrin des eingetragenen Vereins – Lambrecht hat das Amt Mitte Juni übernommen – zieht es in Richtung Ufer, wo sie von den Urlaubenden und deren Betreuungspersonal erwartet wird. Sie habe sich die Arbeit des BwSWBundeswehr-Sozialwerk mal konkret anschauen wollen, sagt Lambrecht. „Mein erster Eindruck: Ich schaue in lauter glückliche und zufriedene Gesichter.“

Urlaub im Grünen

Christine Lambrecht unterhält sich im Freien mit einer Person.

Dank und Respekt: Das BwSWBundeswehr-Sozialwerk lebt vom ehrenamtlichen Engagement. Viele opfern ihre Freizeit, um anderen Menschen zu helfen. Christine Lambrecht dankt einer Betreuerin, die mit schwer- und mehrfachbeeinträchtigen jungen Menschen die Ferien verbringt.

Bundeswehr/Carl Schulze

Grünheide liegt direkt vor den Toren Berlins. Seit vielen Jahrzehnten ist die 9.000-Einwohner-Gemeinde ein Naherholungsziel für die Großstädter. Eines der Urlaubsdomizile ist das „Haus am Werlsee“, das seit 1991 vom BwSWBundeswehr-Sozialwerk betrieben wird: Direkt am See in einem großen Garten gelegen, können Bundeswehrangehörige und ihre Familien hier einen sorgenfreien Urlaub verbringen. Das Haus ist barrierefrei, also auch rollstuhlgerecht gebaut. Sie können über eine extra angelegte Schräge mit dem Rollstuhl zum Baden ins Wasser fahren.

Fürsorge ist Ehrensache

Das Bundeswehr-Sozialwerk gibt es seit 1960. Soldatenfamilien mit knapper Kasse sollte ein Ausgleich zum Dienstalltag ermöglicht werden. Besonders Familien in schwierigen Lebenssituationen werden vom BwSWBundeswehr-Sozialwerk unterstützt. Mehr als 2.000 Menschen setzen sich ehrenamtlich für das BwSWBundeswehr-Sozialwerk ein, das sich durch Spenden finanziert. Ehrensache, dass die Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister traditionell die Schirmherrschaft übernehmen: Die Fürsorge für Soldatinnen, Soldaten und ihre Angehörigen ist ein wichtiges Anliegen der politischen und militärischen Führung.

Auszeichnung für langjährige Betreuerin

Die Verteidigungsministerin macht die Runde durch den Garten, findet für jeden ein freundliches Wort. Den Betreuern spricht sie ihren „großen Respekt“ aus. Angeführt werden die Betreuer von Petra W.*, die sich seit mehr als 20 Jahren im BwSWBundeswehr-Sozialwerk engagiert. Lambrecht und Dormanns würdigen sie mit der Ehrennadel des Sozialwerkes in Gold. „Ein herzliches Dankeschön für so ein tolles Engagement“, sagt die Ministerin. „Sie haben sich das verdient!“

Zwei Personen geben sich nach einer Ehrung die Hand, dahinter steht Christine Lambrecht und applaudiert

Große Ehrung für großes Engagement: Der BwSWBundeswehr-Sozialwerk-Vorsitzende Peter Dormanns und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht zeichnen die Betreuerin Petra W. für mehr als zwei Jahrzehnte Engagement mit der BwSWBundeswehr-Sozialwerk-Ehrennadel in Gold aus.

Bundeswehr/Carl Schulze

Alle applaudieren, W. strahlt über das ganze Gesicht. „Das macht mich schon sehr stolz“, sagt W., die aus der Pflegearbeit kommt. Eigentlich engagiere sie sich zur Entspannung beim Bundeswehr-Sozialwerk, sagt sie. „Man sagt den Menschen in Pflegeberufen ja nach, dass sie ein Helfersyndrom haben. Aber man kriegt von den Teilnehmenden immer mehr Zuneigung zurück, als man ihnen gibt.“ 

Nach einer guten Stunde macht sich Verteidigungsministerin Lambrecht auf den Rückweg nach Berlin. „Danke für die Auszeit, das hat richtig gutgetan“, sagt sie zum Abschied. 

*Name zum Schutz der Person abgekürzt.

von Timo Kather

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