Leben und Einsatz mit dem Diensthund

Leben und Einsatz mit dem Diensthund

  • Podcast
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Tausende Soldatinnen und Soldaten fliegen in den Auslandseinsatz. Aber auch Hunde. So wie Cassy. Die Belgische Schäferhündin war bereits für zwei Monate in Mali mit ihrem Diensthundeführer, Stabsfeldwebel Norman Morgenroth. Der Feldjäger berichtet über das Leben und den Einsatz mit seiner Diensthündin Cassy.

Cassy ist Diensthund bei den Feldjägern. An der Seite von Stabsfeldwebel Norman Morgenroth kommt sie häufig zum Einsatz – auch in Auslandsmissionen. Der Diensthundeführer erzählt im Funkkreis vom Leben mit einem Diensthund.
Audio-Transkription

Cassy ist ein Eigengewächs der Bundeswehr. Sie stammt nämlich aus der Zucht der Schule für Diensthunde der Bundeswehr. Diese hat ihren Sitz im rheinland-pfälzischen Ulmen. Dort werden die Hunde auch ausgebildet. Und dort fanden Cassy und Norman Morgenroth zueinander. Das war im Jahr 2017.

Für den Stabsfeldwebel ist es der dritte Diensthund. Für Cassy natürlich der erste Diensthundeführer – und mit ziemlicher Sicherheit auch der letzte. Fünf Jahre ist die Hündin mittlerweile alt und steht in der Blüte ihres Lebens – auch im beruflichen Sinne. Denn für die Arbeit als Diensthund der Bundeswehr müssen die Tiere körperlich und geistig topfit sein.

Als Teil der 9. Kompanie des Feldjägerregimentes 2 sucht das Mensch-Hund-Gespann nach Sprengstoff an Veranstaltungsorten der Bundeswehr. Cassy ist nämlich ein Spürhund. Davon gibt es zwei Sorten in der Bundeswehr: Die einen suchen nach Sprengstoff, Munition und Waffen. Die anderen sind auf das Auffinden von Rauschgift trainiert.

Spüren und Schützen

Doch das ist nicht Cassys einzige Aufgabe. Denn sie ist dual ausgebildet, wie Morgenroth im Gespräch mit Redakteurin Amina Vieth erklärt. Das bedeutet, dass sie nicht nur dem Spürdienst nachkommt, sondern auch dem Schutzdienst. „Sie kann Täter finden, stellen und festhalten“, erläutert der Diensthundeführer. „Und sie kann auch andere beschützen.“ Cassy wurde – wie viele ihrer vierbeinigen Kameradinnen und Kameraden – auf das Beißen trainiert. Natürlich auf Kommando.

Morgenroth und Cassy sind rund um die Uhr zusammen. Im Dienst und nach dem Dienst, an den Wochenenden und im Urlaub. Die Hündin gehört mit zur Familie. Vorsicht sei dennoch immer geboten: Sie ist kein Schmusehund, der mit den Kindern auf der Couch rumlümmelt. Sie hat zwar ebenso Dienstschluss und Freizeit wie ihr Herrchen, bleibt aber auch dann ein trainierter Diensthund. „In der Freizeit arbeiten wir gar nicht. Das machen wir alles in der Dienstzeit“, sagt Morgenroth.

Ständiges Training

Cassy und Morgenroth werden in ganz Deutschland eingesetzt. Wenn keine Einsätze anstehen, dann wird trainiert. Jährlich wird die Zertifizierung zum Schutzhund überprüft. Zweimal im Jahr muss die Prüfung für das Sprengstoffspüren abgelegt werden. So ist gewährleistet, dass Hund und Herrchen den Aufgaben weiterhin gewachsen sind.

Und dann gibt es noch Übungen, die speziell auf das Arbeiten im Auslandseinsatz ausgerichtet sind. So wie die jüngste Diensthunde-Übung im nordhessischen Fritzlar. Dabei musste das Herrchen Höhen und Schluchten überwinden sowie eine Leiter sicher erklimmen – mit dem Tier auf dem Rücken. Warum das wichtig ist, weiß Morgenroth aus Erfahrung. Mit Cassy war er bereits in Mali im Einsatz. Was der Diensthund dort macht, wie sich das Wetter auf die Tiere auswirkt und warum die Hunde Schuhe oder Socken tragen, erklärt der Diensthundeführer im Podcast.

Mehr zu Diensthunden und der Übung in Fritzlar gibt es auf bundeswehr.de. Und eine ganze Videoserie über Cassy gibt es auf Youtube. Wir haben sie mit Kameras auf dem Weg vom Welpen zum Diensthund begleitet.

von Amina Vieth

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