Das Bundeswehr-Sozialwerk

Das Bundeswehr-Sozialwerk

  • Podcast
  • Bundeswehr
Datum:
Ort:
Berlin
Lesedauer:
3 MIN

Sind die finanziellen Nöte groß oder gibt es einen Pflegefall in der Familie, steht Bundeswehrangehörigen das Bundeswehr-Sozialwerk zur Seite. Wie die Hilfen konkret aussehen, erläutert Stefan Schäfer, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundeswehr-Sozialwerks, im Funkkreis – Podcast der Bundeswehr. Außerdem berichtet eine Betroffene von ihren Erfahrungen.

Bundeswehr-Sozialwerk – Erholung und Hilfe für Bundeswehrangehörige

: Bundeswehr-Sozialwerk – Erholung und Hilfe für Bundeswehrangehörige MP3, 25:44 Dauer, 29,4 MB
Das Haus ist abgebrannt oder ein Familienmitglied erkrankt schwer: In solchen Fällen steht das Bundeswehr-Sozialwerk den Bundeswehrangehörigen zur Seite.
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Hilfe und Erholung sind die zwei großen Themen des Bundeswehr-Sozialwerks. Die Unterstützung des gemeinnützigen Vereins kann jeder und jede Bundeswehrangehörige in Anspruch nehmen – statusübergreifend, egal, ob zivil oder militärisch. Eine Mitgliedschaft im Verein ist dafür nicht erforderlich. Damit steht das Angebot des Bundeswehr-Sozialwerks allen offen, die für die Bundeswehr tätig sind oder es gewesen sind. Die Schirmherrschaft hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer inne.

Erholung und Hilfe für Bundeswehrangehörige

„Wir leisten Hilfe für Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind“, erläutert Stefan Schäfer, stellvertretender Bundesvorsitzender des Bundeswehr-Sozialwerks. Beispielsweise, wenn das Haus niedergebrannt ist oder eine schwere Krankheit des oder der Betroffenen zu großen finanziellen Sorgen oder gar Existenzängsten führt.

In diesen Fällen können sich die Menschen der Bundeswehr an den gemeinnützigen Verein wenden. Dieser überweist dann beispielsweise Geld. Die Höhe dieser finanziellen Hilfe hängt vom jeweiligen Fall ab. Es können etwa Beträge zwischen 1.000 und 5.000 Euro sein.

Urlaub, Reisen, Entspannung – was für viele Menschen zum Leben einfach dazugehört, ist für andere nahezu unerreichbar. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Häufig fehlt das nötige Geld, um mit der Familie gemeinsam verreisen zu können. Oder ein Pflegefall ermöglicht es nicht, sich eine Auszeit zu nehmen. Diese Schicksale betreffen Menschen in der Bundeswehr ebenso wie in der restlichen Bevölkerung.

Damit sie trotzdem einfach mal Abstand von ihrem anstrengenden oder belastenden Alltag nehmen können, bietet das Bundeswehr-Sozialwerk verschiedene Freizeiten für Familien, Senioren (55 Jahre und älter) oder Menschen mit besonderen Interessen an. Dazu zählen unter anderem Sprachen oder Yoga. Dieser gesamte Komplex wird unter dem Begriff Erholung zusammengefasst.

Für Kinder mit Handicap

Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf Familien mit gehandicapten Kindern. „Diese Kinder erfordern häufig eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung“, betont Schäfer. Das führt zu einer enormen Belastung der Eltern. Deswegen sei es so wichtig, dass diese auch mal durchatmen und neue Kraft schöpfen können. Für sie gibt es spezielle Urlaubsangebote, bei denen für das Kind mit Handicap eine Eins-zu-eins-Betreuung zur Verfügung steht. Das bedeutet, dass jedes Mädchen oder jeder Junge mit einer Behinderung einen eigenen Betreuer oder eine eigene Betreuerin hat. Darüber hinaus gibt auch noch zahlreiche weitere Kinder- und Jugendfreizeiten für den Nachwuchs der Bundeswehrangehörigen.

Wie Betroffene von diesem Angebot Gebrauch machen können, wo die Hotels sind und was das Bundeswehr-Sozialwerk sonst noch bietet, erklärt Schäfer im Podcast. „Die Liegenschaften befinden sich in attraktiven Urlaubsorten – im Inland und im Ausland“, verrät der stellvertretende Bundesvorsitzende bereits vorab. Zudem erläutert er, wie all diese Maßnahmen finanziert werden und welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf das Schaffen des Vereins hat. Auch die Vorhaben für das Jahr 2021 sind Thema im Funkkreis.

Erfahrung mit der Unterstützung des Bundeswehr-Sozialwerks hat Andrea Fuß gemacht. Nach einem schweren Schicksalsschlag in der Familie hat ihr der gemeinnützige Verein unter die Arme gegriffen. Im Podcast spricht die Zivilbeschäftigte darüber, was das Bundeswehr-Sozialwerk für sie und ihre Familie getan hat und was das für sie und ihre Angehörigen bedeutet.

von Amina Vieth