Truppenbesuch in Potsdam-Schwielowsee

Verteidigungsminister Pistorius besucht das Einsatzführungskommando der Bundeswehr

Verteidigungsminister Pistorius besucht das Einsatzführungskommando der Bundeswehr

Datum:
Ort:
Potsdam
Lesedauer:
2 MIN

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Ein weiterer Truppenbesuch führte den neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius nach Schwielowsee bei Potsdam. Er besuchte dort am 30. Januar das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Per Videoschalte sprach er mit den Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzgebieten.  

Links stehen ein Mann im Anzug und ein Soldat vor vielen Landkarten und Schreibtischen, vorn rechts ein Soldat vor einem Monitor

In der Operationszentrale erhält Verteidigungsminister Pistorius eine Einweisung in den Auftrag und die Aufgaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Nach der Begrüßung durch den Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Bernd Schütt, ließ sich Verteidigungsminister Pistorius in die Operationszentrale, das Herzstück des Kommandos, und in die Aufgaben der Kommandobehörde einweisen. Im gemeinsamen Gespräch erhielt Pistorius einen Einblick in die aktuellen Handlungsfelder des Kommandos und die tägliche Arbeit der dort beschäftigten rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeitenden.

Lage in den Einsatzgebieten

In dem Kommando in Schwielowsee werden die Einsätze und anerkannten Missionen der Bundeswehr geführt und koordiniert. Um sich einen Überblick über die aktuelle Lage in den Einsätzen zu verschaffen, ließ sich Pistorius per Videoschalte mit den Soldatinnen und Soldaten vor Ort verbinden. 

Boris Pistorius steht hinter einem Rednerpult, außerhalb des Verteidigungsministeriums.
Verteidigungsminister Pistorius zu Soldatinnen und Soldaten in der Operationszentrale Sebastian Wilke/Bundeswehr
Danke für das, was Sie tun. Ich weiß, es ist keine leichte, aber eine wichtige Aufgabe, die Sie hier zu bewältigen haben.“

Der Verteidigungsminister sprach mit den Kontingentführern von KFORKosovo Force im Kosovo, EUFOREuropean Union Force Althea in Bosnien und Herzegowina und UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon im Libanon. Die Kontingentführer der Mission Counter Daesh/Capacity Building Iraq in Erbil im Nordirak und in Al-Asrak in Jordanien sowie von MINUSMAMission Multidimensionnelle Intégrée des Nations Unies pour la Stabilisation au Mali im malischen Gao standen dem Minister ebenfalls Rede und Antwort.

Auch mit Litauen und der Slowakei ließ sich der Minister verbinden. Dort sind Angehörige der Bundeswehr in den Missionen enhanced Forward Presence und enhanced Vigilance Activity mit dem Schutz des NATO-Bündnisgebietes betraut. 

Gedenken im Wald der Erinnerung

Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, besuchte Pistorius im Anschluss den Wald der Erinnerungen und legte einen Kranz nieder. Die Gedenkstätte im Einsatzführungskommando dient dem gemeinsamen Erinnern an die in den Auslandseinsätzen gefallenen und verstorbenen Bundeswehrangehörigen. Dieser besondere Ort führe noch einmal eindrücklich vor Augen, dass es immer wieder zum Äußersten kommen kann, so der Verteidigungsminister. 

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Im Einsatzführungskommando informierte sich der Verteidigungsminister über die Arbeit des Kommandos und die aktuelle Lage in den Bundeswehreinsätzen. Der Besuch sei eine gute Vorbereitung für zukünftige Reisen in die Einsatzgebiete, so Pistorius.

In seinem ersten Tagesbefehl an die Bundeswehrangehörigen hatte der Verteidigungsminister bereits seine Verbundenheit mit den Soldatinnen und Soldaten und zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Ausdruck gebracht und sich bei den Menschen bedankt, die für die Bundesrepublik Deutschland für Freiheit, Frieden und Sicherheit einstehen. Gemeinsam mit den Bundeswehrangehörigen wolle er die Bundeswehr durch die „Zeitenwende“ führen. Gestärkt solle die Truppe daraus hervorgehen. 

Am Ende seines Besuches im Einsatzführungskommando der Bundeswehr zieht Verteidigungsminister Pistorius sein Fazit: Er sei dankbar, sich direkt am Anfang seiner Amtszeit einen Eindruck und ein direktes Bild über die Arbeit im Kommando und den Auslandseinsätzen verschaffen zu können.

Beeindruckt zeigte sich Pistorius auch von der Ruhe, Kompetenz und Professionalität der Soldatinnen und Soldaten in den Einsätzen. Der Besuch im Einsatzführungskommando sei eine gute Vorbereitung für seine baldigen Truppenbesuche in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Dankbar sei er auch für die offenen, klaren Worte und Sorgen, mit denen die Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzländern an ihn herangetreten seien. Sich um diese zu kümmern, sei seine oberste Priorität als Verteidigungsminister. 

von Janet Watson/Paula Römisch 

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