Alltagsbegriffe mit Herkunft aus dem Militär - Teil 3

Alltagsbegriffe mit Herkunft aus dem Militär - Teil 3

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Radio Andernach (RA): Diesen Begriff würde ich kurz an einem Beispiel aus dem Bereich Fußball festmachen.

Stadionlärm

RA: Kaum lief der 1. FCFinanzen und Controlling Nürnberg gegen die Bayern auf, geriet der Club ins Hintertreffen, auf gut Deutsch: die Nürnberger gerieten wieder mal in eine ungünstige Lage und hatten im Vergleich zu den Bayern keine Chance. Der Begriff Hintertreffen ist mindestens genauso alt wie der 1. FCFinanzen und Controlling Nürnberg, wenn nicht noch älter. Denn in der Militärsprache war mit Hintertreffen die Reservetruppe gemeint. Sie war eben nicht am Kampf beteiligt und erhielt darum im Falle des Sieges auch keinen Anteil an der Kriegsbeute.

Enttäuschtes „Ohhhh“.

RA: Wer dann also ins Hintertreffen geriet, war darum gegenüber kämpfenden Soldaten im Nachteil, zumindest was die Beute betraf. Abschließend möchte ich mit einem Begriff enden, der für das Militär eine große Bedeutung hat: die Fahne hochhalten. Oder auch: bei der Stange bleiben – der Inbegriff für Loyalität, sich zu etwas bekennen. Der Begriff stammt nicht nur aus dem Bereich Militär, sondern IST das Militär. Die Fahne ist das Symbol der Treue – ganze Heere liefen hinter ihrer Fahne zur Schlacht.

Marschierende Soldaten

RA: Im heutigen Sprachgebrauch ist die Verpflichtung eher in den Hintergrund geraten, doch die Bedeutung von Treue und Loyalität ist die gleiche geblieben. Und so kann die Fahne beim Fußball, beim Motorsport, beim Football, beim Eishockey oder wo auch immer für die Zugehörigkeit zu einer Sache stehen.

von Adrian Grüner