Alltagsbegriffe mit Herkunft aus dem Militär - Teil 4

Alltagsbegriffe mit Herkunft aus dem Militär - Teil 4

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RA: Ganz genau – und obwohl sie dabei noch so schön harmlos klingen, hören wir uns dazu ein Beispiel an:
Ton: Motorrennen, Drehmomente
O-Ton: „Genial, endlich wieder die DTM. Darauf habe ich mich schon echt lange gefreut – und im Anschluss gibt es dann auch die Moto-GP. Für Valentino Rossi geht’s mal wieder an die Spitze der Tabelle!“
RA: Na, haben Sie das Wort erraten, welches wir heute meinen – was zugleich aus der NSNationalsozialismus-Zeit stammt! Es ist das harmlose Wort Anschluss! Dieses Wort wurde in der Zeit der Nazis häufiger genutzt, um nicht zu sagen: andauernd. Mit Anschluss war in diesem Fall aber nicht eine weitere Radiosendung im Volksempfänger gemeint, sondern die Übernahme eines anderen Landes. Und während die militärische Führung über weitere Anschlüsse nachdachte, kämpften die Soldaten tapfer für irgendeine Sache fernab der Heimat (Ton: Schuss und Explosionsgeräusche). Doch der Kampf in den Gräben oder auf dem Schlachtfeld führt uns geradewegs zum nächsten Begriff: Wummern.
Wummernde Bässe kennen wir heute nur noch aus der Disko und den Ohrenschmerzen danach. Doch die Soldaten damals erleben dieses Wummern in einer ganz anderen Form: das Wort stammt aus dem Ersten Weltkrieg und beschrieb das Feuern der Artillerie.


von Adrian Grüner