Lotsen in Statum - Leck

Immer wieder kehren Soldaten körperlich oder seelisch geschädigt aus einem Auslandseinsatz zurück. Zusätzlich zu den sich daraus ergebenden Belastungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen kommen dann oftmals noch zahlreiche administrative und organisatorische Schwierigkeiten hinzu.

Bundeswehr/Jonas Weber

Lotsen am Standort Stadum

Die Lotsen für Einsatzgeschädigte (Lotse EGS) stehen einsatzgeschädigten Angehörigen der Streitkräfte als niedrigschwellige Ansprechpartner zur Seite und vermitteln diese bei Bedarf an die entsprechenden fachlichen Stellen.
Darüber hinaus unterstützen sie Vorgesetzte in der Wahrnehmung ihrer Fürsorgepflicht gegenüber einsatzgeschädigten Soldatinnen und Soldaten.
Der Lotse ist Mittler zwischen den Betroffenen und der Vielzahl an Hilfs- und Beratungsangeboten sowie der verschiedenen Fachdienste. Lotsinnen und Lotsen arbeiten eng mit dem Psychosozialen Netzwerk (PSNPsychosoziales Netzwerk) zusammen, so dass schnell und unbürokratisch Kontakte zu unterstützenden Stellen hergestellt werden können. Diese Vermittlungstätigkeit ist jedoch von fachlichen Maßnahmen, wie z.B. therapeutischer oder heilender Fachtätigkeit zu trennen.
Die Lotsenanlaufstelle befindet sich im Gebäude 50 in Raum 212 und 220 und ist auch für den Standortbereich Flensburg zuständig.

Anschrift:
Bataillon Elektronische Kampfführung 911
Südtondern-Kaserne
Am Tannenberg 1
25917 Stadum
Stabsfeldwebel Homfeldt
Telefon: +49 4662 82 1504
Telefon: +49 4662 82 2643
E-Mail:

Die Leitstelle Lotsen

Immer wieder kehren Soldaten und Soldatinnen körperlich oder seelisch geschädigt aus einem Auslandseinsatz zurück.

Zusätzlich zu den sich daraus ergebenden Belastungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen kommen dann oftmals noch zahlreiche administrative und organisatorische Schwierigkeiten hinzu. Ohne Hilfe Dritter kann dies deren Kräfte und Fähigkeiten schnell übersteigen. Daher bildet das Zentrum Innere Führung sogenannte „Lotsinnen und Lotsen für Einsatzgeschädigte“ aus.

In einer gestellten Szene halten sich zwei Kameraden gegenseitig fest.

PTBSPosttraumatische Belastungsstörung braucht offene Augen und Ohren der Kameraden. Nur so finden Betroffene Hilfe und nehmen diese in Anspruch.

Bundeswehr

Ihre Aufgabe ist es, ihre einsatzgeschädigten Kameradinnen und Kameraden bei der Suche nach geeigneten Hilfs- und Unterstützungsangeboten aktiv zu unterstützen. Auf unbürokratische Weise erhalten die betroffenen Soldaten und ihre Angehörigen so Beistand „auf Augenhöhe“.
Die „Lotsinnen und Lotsen“ sind Kamerad und Gesprächspartner, zugleich jedoch auch Wegbegleiter und Vermittler.


Um die Lotsenorganisation bundeswehrweit zu koordinieren, wurde die Leitstelle Lotsen der Bundeswehr am Zentrum Innere Führung eingerichtet. Sie führt ein zentrales Verzeichnis aller Lotsinnen und Lotsen in der Bundeswehr, führt die Ausbildung der Lotsinnen und Lotsen durch, bietet Weiterbildungen an, stellt Informationsmaterial bereit und führt in jedem zweiten Jahr eine Tagung für alle Lotsinnen und Lotsen der Bundeswehr durch.

Symbolbild eines Handschlags mit den oliven Bundeswehrhandschuhen zweier Soldaten.

Kameradschaft heißt, sich auch in schwierigen Zeiten beizustehen. Die Leitstelle Lotsen der Bundeswehr bietet hierfür immer ein offenes Ohr.

Bundeswehr

Ferner ist die Leitstelle Lotsen der zentrale Ansprechpartner für die jeweiligen Koordinierungsstellen der Teilstreitkräfte und Organisationsbereiche. Um eine möglichst schnelle und unkomplizierte Vermittlung von Hilfs- und Unterstützungsangeboten für Einsatzgeschädigte zu fördern, pflegt sie Verbindungen zu allen internen und externen Stellen, die für die Lotsentätigkeit wichtig sind.

Kontakt

Sollten Sie Soldatin oder Soldat sein und sich für die Tätigkeit als Lotse interessieren, kontaktieren Sie uns gerne. Natürlich informieren wir auch gerne Angehörige von Soldatinnen und Soldaten!