Am Flughafen München mit dem FBZ Dillingen

Am Flughafen München mit dem FBZ Dillingen

  • Betreuung und Fürsorge

Am 20. April 2019 besuchten die Gäste des Familienbetreuungszentrums Dillingen den Flughafen München. Trotz Osterferien kamen fast 60 Teilnehmer zur monatlichen Informations- und Betreuungsveranstaltung.

Ostern beim FBZ

Einige der durch das Familienbetreuungszentrum (FBZ) Dillingen betreuten Familien von Einsatzsoldaten verbringen die Osterferien lieber zuhause, als ohne das fehlende Familienmitglied in den Urlaub zu fahren. Um gerade diesen Familien eine Abwechslung zu bieten, fand die monatliche Informations- und Betreuungsveranstaltung am Karsamstag, 20. April, mitten in den Osterferien statt.

Als Veranstaltungsort hatte das FBZ Dillingen den Flughafen München (MUC) ausgewählt, der im März 2019 erst wieder als bester Flughafen Europas ausgezeichnet wurde. An dem nach insgesamt zwölf Jahren Bauzeit im Mai 1992 offiziell eröffnete Flughafen wurden 2018 über 45 Millionen Passagiere abgefertigt. Darunter einige, die jetzt mit dem FBZ einen Blick hinter die Kulissen warfen.

Informationen zu Beginn

Die Veranstaltung begann wegen des besonderen Programms ungewöhnlich zeitig um 08:00 Uhr. Der vorbereitete Kaffee und die liebevoll gestaltete Dekoration entschädigten jedoch für den frühen Start. Während die Kindern Ostergeschenke für ihre Eltern bastelten, trugen Stabsfeldwebel Christian Schmautz und Oberstabsfeldwebel Hartmut Petersen zu Möglichkeiten der Unterstützung durch das FBZ und der Lage in den Einsatzgebieten vor. Dann ging es mit dem Bus nach München.

Der Besucherpark

Am Besucherpark des Flughafens wartete strahlender Sonnenschein auf die Dillinger Gäste. Nach einem Gruppenbild auf der Gangway einer Lockheed Super Constellation konnten die Besucher das gesamte Angebot des Besucherparks nutzen. Während manche die Super Constellation, eine Junkers Ju 52 oder andere historische Flugzeuge besichtigten, betrachteten andere vom Besucherhügel aus den Betrieb auf den Start- und Landebahnen. Die Jüngeren vergnügten sich derweil auf dem riesigen Spielplatz. 

Nicht ohne Sicherheitskontrolle

Pünktlich trafen sich die Besucher an den Bussen zur eigentlichen Führung. Bereits der Zutritt zum Flughafengelände war spannend. Die Gäste durchliefen eine Sicherheitskontrolle mit Durchleuchtung mitgebrachter Taschen und Personenschleuse, wie man es von Flugreisen kennt. Dies ist notwendig, da große Teile der Führung sicherheitsempfindliche Bereiche wie das Vorfeld einschließen, wo man sehr nahe an den Flugzeugen ist. Nach der Kontrolle erwartete ein Flughafenbus die Teilnehmer, um die interessantesten Teile des Flughafens zu besichtigen.

Flughafentechnik

Zunächst ging es in den Technischen Bereich, wo die Voraussetzungen für einen reibungslosen Flugbetrieb erklärt wurden. Gästebetreuer Martin Bach erläuterte die Enteisungsanlage und erstaunte mit Zahlen, wie den über 100 Schneeräumfahrzeugen, die regelmäßig im Einsatz sind. Wohl keiner der Gäste hätte erwartet, dass der Flughafen auch zwei Pistenbullys besitzt, die man sonst nur aus dem Skiurlaub kennt. Diese werden benötigt, um die Schneemengen, die beim Räumen der Landebahnen und des Vorfeldes anfallen, an einem Sammelplatz zusammenzuschieben.

Nach diesem Auftakt fuhren die Gäste auf das Vorfeld, wo sie den gesamten Ablauf vom Verladen des Gepäcks über den Transport der Passagiere zu den Flugzeugen bis zum Start gezeigt und erklärt bekamen.

Das Highlight, der A380

Bach kannte nicht nur die Geschichte jedes Flugzeugtyps, sondern offenbar auch große Teile des Flugplans auswendig. So verblüffte er die Besucher mit Informationen, wann welche Maschine aus welchem Land gekommen war und wo die nächste Station sei. Auch das neuere und modernere Logo der Lufthansa zeigte er an verschiedenen Flugzeugen, die mit altem und neuem Logo nebeneinander geparkt waren. Hierbei fiel auf, dass die neue Farbe der Lufthansa dem Blau der Familienbetreuung zwar ähnlich ist, aber vielleicht doch etwas zu dunkel geraten.

Den Abschluss der Tour bildete der beeindruckende Airbus A380. Das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt hat in der Version A380-800 der Lufthansa Kapazität für 509 Fluggäste, die sich auf zwei Stockwerken verteilen. Mit einer Spannweite von knapp 80 Metern ist der A380 zwölf Meter breiter als ein Fußballfeld. Der Listenpreis beträgt mit ca. 400 Millionen Euro nur wenig mehr als die Hälfte des Marktwertes des Kaders des FCFinanzen und Controlling Bayern München.

Gelungener Abschluss

Nach diesem tollen Blick hinter die Kulissen genossen die Besucher noch für einige Zeit den Besucherpark. Während die Kinder wieder den Spielplatz nutzten, aßen die Erwachsenen eine Kleinigkeit im Restaurant des Besucherparks, dem „Tante Ju’s“. Wer mehr Informationen wollte, kam in einer interaktiven Ausstellung auf seine Kosten. Wer noch ein Andenken mitnehmen wollte, konnte dies im angrenzenden Souvenirshop besorgen.

Wie gelungen der Tag war, konnte das Team des FBZ allein daran ablesen, dass bis zur Verabschiedung in Dillingen sich einige Gäste bereits wieder für die nächste Veranstaltung im Mai angemeldet hatten.