Heiter bis Wolkig

Heiter bis Wolkig

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  • Familienbetreuung
Datum:
Ort:
Kümmersbruck
Lesedauer:
3 MIN

Es müssen nicht immer die großen Ausflüge sein, die unser Herz beglücken. Eine feine Veranstaltung am 9. November 2019 rund um unser Wetter und interessanten Vorträgen findet viel Zustimmung und Wohlfühlgefühl bei den Gästen des Familienbetreuungszentrums Kümmersbruck.

Gemaltes Bild mit einer Wolke und Sonne und Gewitter.

Das Wetter ist wie das Leben manchmal heiter, manchmal wolkig

Beate Frischmann

Die Wetterbeobachter vom Aerologischen Messzug erklären uns was Meteorologen so machen. Wir dürfen einen Wetterballon in himmlische Höhen entlassen und singen mit dem Militärpfarrer das „Danke-Lied“. Außerdem hören wir dem Psychologen zu und wissen jetzt was Radio Andernach so besonders macht. Nach einem Tag voller schöner Momente verabschieden wir uns schließlich gestärkt in den Alltag. „Es sind diese Augenblicke der Verbundenheit, der schönen Gespräche und der Überraschungen die wir hier erfahren dürfen“, bemerkt eine Mama.

Was liefert Wetterdaten und ist auch für Sammler interessant?
Soldat erklärt Gruppe den Sinn der weißen Ballone.

Die seltene Dienststelle Aerologischer Messzug ermittelt wetterrelevante Daten aus der Atmosphäre. Hierzu werden Radiosonden in einem mit Helium gefüllten Wetterballon auf die Reise in den Himmel geschickt. „Der Ballon steigt bis in 35 kmKilometer Höhe und kann so groß werden wie ein Einfamilienhaus“, erklärt der Fachmann.

Wetterballon wohin geht deine Reise?
Ballon entschwebt in den Himmel.

Ballon nimm uns mit auf eine Reise in luftige Höhen

Beate Frischmann

Der Ballon, von unseren mutigen Kindern auf die Reise geschickt, wird immer kleiner und kleiner bis ihn schließlich der Himmel verschluckt.
Wichtige Daten wie Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchte funkt die Sonde so zur Wetterstation. Diese Meldungen aus Kümmersbruck gehen in die Wettervorhersagemodelle des Deutschen Wetterdienstes ein. Auch für den Flugbetrieb in den Auslandseinsätzen spielt diese Art der Wettermessung eine große Rolle. Im Klimagarten der Dienststelle finden wir statt Blumen, Messgeräte wie Wolkenhöhenmesser, Niederschlagsmesser, diverse Thermometer, Windmessgeräte und ein Schneebrett.
Der hier gemessene Hitzerekord von 40,3 Grad am 28. Juli 1983 überlebt fast 32 Jahre!

Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag.
Militärpfarrer redet mit Kindern.

Fürs schöne Singen gibt’s eine Belohnung

Herr Militärpfarrer Gunther Nagel erzählt, dass genau dieses Danke-Lied oft in den Einsätzen während der Andachten gesungen wird. Gerne folgen wir seiner Aufforderung gemeinsam zu singen und ans Kreuz der Verbundenheit einen Stein zu kleben. „Es ist die Verbundenheit untereinander, die uns Kraft gibt“, so der Pfarrer.

Basteln
Kinder mit ihren selbstgebastelten Laternen.

Ich geh mit meiner Laterne

Beate Frischmann

Liebevoll unterstützt von unseren Kinderbetreuerinnen haben die Kinder schöne Stunden beim kreativen Nachmittag. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, liebevoll gestaltete Windlichter hat schließlich jedes Kind in seinem Gepäck. „Das macht so Spaß hier“, bemerken die Mädchen.

Vorträge und gute Laune
Familie hört Vortrag im Hintergrund das Kreuz des Pfarrers.

Es sind die Erfahrungen und Gemeinsamkeiten, die uns durch die Trennung tragen

Beate Frischmann

Die Erwachsenen hören die Ausführungen des Truppenpsychologen, Herrn Thomas Eibl:
„Das Familiensystem ist bei Auslandseinsätzen hoch belastet“, „es gibt viele Möglichkeiten der Hilfe“. Stabsfeldwebel Michael Rauch erzählt aus seinen Einsätzen und stellt Radio Andernach vor. Die Sendung „Meet und Greet“ ist das Herzstück des Radiosenders der Bundeswehr.
Von den vielen Einsätzen ihrer Tochter erzählen erfahrene Einsatzeltern einem Paar, das erstmals hier ist.
Dort ein junges Paar, dass wiedervereint ist. „Ich wollte meinem Freund zeigen, wie es so bei der Veranstaltung ist“. Das Strahlen ihrer Augen lässt uns erahnen wie froh sie sind, wieder beisammen zu sein. Aber auch hier zwei Mamas die sich gefunden haben und sich auszutauschen und vernetzen.
Es ist schon Abend geworden als die letzten Gäste heimfahren.
Das fürstliche Christkind mit seinem traumhaften Gewand wollen wir im Dezember treffen.
Es lässt schon mal ausrichten: „Ich komme wie aus dem Nichts aus einer Wolke, spreche ein Gedicht und versprühe Sternenstaub“. Wir sind gespannt!

Danke an das Team vom Aerologischen Messzug und allen Vortragenden.
Danke, dass sie unsere Gäste waren.

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