Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – ein Tag im Mühlenmuseum Woldegk!

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – ein Tag im Mühlenmuseum Woldegk!

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Datum:
Ort:
Neubrandenburg
Lesedauer:
4 MIN

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst! Dieses Sprichwort ist eigentlich eine alte Regel aus der Mühlenordnung, die besagt, dass niemand an einer Mühle den Vorzug bekommt, sondern die Mahlgäste der Reihe nach bedient werden. Definitiv die Ersten an der Mühle waren an diesem Samstagmorgen die Soldaten des Jägerbataillons 413 aus Torgelow. Sie waren der Bitte des Familienbetreuungszentrums (FBZ) Neubrandenburg gefolgt und unterstützten die Veranstaltung in Woldegk mit Personal und Material. Mit 22 Soldaten, einer Feldküche und einer attraktiven Auswahl von Einsatz- und Gefechtsfahrzeugen der Jägertruppe waren sie am frühen Morgen im Konvoi aufgebrochen, um pünktlich vor Ort zu sein.

Bundeswehrfahrzege im Vordergrund und im Hintergrund eine Windmühle und eine Hüpfburg

Die Fahrzeuge des Jägerbataillons 413 aus Torgelow in der Morgensonne vor dem Mühlenmuseum in Woldegk

Bundeswehr/FBZ Neubrandenburg

Begrüßungsrunde

Als Veranstaltungsort hatte sich das FBZ Neubrandenburg diesmal für das Gelände des Mühlenmuseums in Woldegk entschieden.Bei herrlichem Spätsommerwetter begrüßte der Leiter des FBZ Neubrandenburg die, um den Holzbackofen des Mühlenvereins, versammelten Angehörigen unserer Soldatinnen und Soldaten im Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt wurden, unter den interessierten Blicken unserer Gäste, bereits 24 Brote in den Backofen geschoben.

Oberstabsfeldwebel Müller stellte den Gästen bei der Begrüßung zuerst den Mühlenwart Herrn Stapel, als Gastgeber des heutigen Tages vor. Weiterhin stellte er Hauptfeldwebel Fischer, mit seinen Kameraden aus Torgelow, vor. Natürlich wurde auch das haupt- und ehrenamtliche Personal des FBZ Neubrandenburg vorgestellt und die Mitarbeiterin des Sozialdienstes der Bundeswehr, Frau Tschierschke.

Der Leiter des FBZ hatte sich für den heutigen Tag ausnahmsweise von seinem Stellvertreter, Hauptfeldwebel Müller, gewünscht das dieser – als ausgebildeter Koch und Verpflegungsmeister – höchstpersönlich die Leitung der Feldküche und die Zubereitung der Erbsensuppe übernimmt. Dieser Wunsch wurde ihm erfüllt!

Soldat begrüßt Teilnehmer der Veranstaltung, die ihn umringen

Der Leiter des FBZ Neubrandenburg begrüßt die Angehörigen und stellt das Personal vor

Bundeswehr/FBZ Neubrandenburg

 Interessante Führung durch das Mühlenmuseum

Mühlenwart erklärt die verschiedenen Arten des Mehlmahlens

Die erste Gruppe nimmt an der Führung durch das Windmühlenmuseum teil

Bundeswehr/FBZ Neubrandenburg

Wegen der großen Teilnehmerzahl und den geltenden Abstandsregeln wurden unsere Gäste in zwei Gruppen geteilt. Während sich die erste Gruppe, unter Leitung des Mühlenwartes, direkt auf die Führung durch die Museumsmühle begab hatte die zweite Gruppe die Möglichkeit die vom FBZ vorbereiteten Stationen zu besuchen. Neben der landwirtschaftlichen Gerätesammlung des Mühlenvereins, rund um den Backofen, konnte man, auf dem Weg zur zweiten Mühle, auch die Crew der Feldküche bei ihrer Arbeit beobachten.


Den Angehörigen wird von Köchen in Uniform die Feldküche erklärt

Auch an der Station Feldküche werden die Fragen der Angehörigen beantwortet

Bundeswehr/FBZ Neubrandenburg

Statische Technikschau des Jägerbataillons 413

Gäste der Veranstaltung schauen sich ausgestellte militärische Fahrzeuge an und sprechen mit den Soldaten

Die zweite Gruppe besucht parallel die Stationen im Außenbereich

Bundeswehr/FBZ Neubrandenburg

Auf der großen Wiese, vor dem Mühlenmuseum hatten sich die Fahrzeuge des Jägerbataillons 413, zu einer statischen Technikschau entfaltet. Unsere Gäste ließen es sich nicht nehmen die Fahrzeuge eingehend zu betrachten und den Kameraden Löcher in den Bauch zu fragen. Die Kinder hatten natürlich sehr schnell unsere Hüpfburg, zwischen der Mühle und den Fahrzeugen entdeckt und für sich eingenommen. Nach etwa einer Stunde wechselten die Gruppen, sodass jeder die Möglichkeit hatte das komplette Angebot des heutigen Tages ausgiebig nutzen und erleben zu können. Den ganzen Tag über betrieb das Personal des FBZ zusätzlich seinen Informationsstand, wo die Angehörigen die Möglichkeit hatten sich über die Einsätze der Bundeswehr und die Familienbetreuungsorganisation zu informieren. Davon wurde rege Gebrauch gemacht.

Erwachsene stehen vor einer blau-weißen Hüpfburg und beobachten die Kinder beim spielen

Die Hüpfburg war natürlich ein Magnet für unsere kleinen Gäste

Bundeswehr/FBZ Neubrandenburg

Das Essen ist fertig

Den ganzen Vormittag hatte der Mühlenverein gebacken und die Kameraden an der Feldküche Zutat für Zutat im großen Kessel der „Gulaschkanone“ verschwinden lassen und egal wo man vorbeikam – es roch köstlich nach frischem Brot, Kuchen und Erbsensuppe.Endlich war es dann soweit, niemand ließ sich lange bitten und holte sich ganz nach Belieben Erbsensuppe mit Bockwurst, frisches Brot, oder auch Hähnchennuggets für die Kinder von unseren Ausgabestellen. Zum Nachtisch wurde frisch gebackener Kuchen und auch frisches Obst gereicht.Wie absehbar blieben ein paar Laibe des frisch gebackenen Brotes übrig. Hier hatte sich der Leiter des FBZ schon vorab entschieden diese für einen guten Zweck zu versteigern. Die „Auktion“ ging schnell über die Bühne, war doch die Nachfrage nach dem knusprigen Brot groß. Der erzielte Erlös, zugunsten des „Soldatenhilfswerks der Bundeswehr“ landete direkt in der bereitstehenden Spendendose.Nach dem Essen hatten die Angehörigen noch Zeit für Gespräche untereinander, mit dem Personal des FBZ und den Kameraden aus Torgelow an ihren Fahrzeugen. Am Nachmittag, zum Ende der Veranstaltung, wurde dann interessiert die Verladung der Fahrzeuge auf die bereitstehenden Tieflader und das Herstellen der Marschbereitschaft durch die Torgelower Kameraden beobachtet und auch das FBZ-Team begann langsam die Luft aus der Hüpfburg zu lassen.

Ein anders „Mühlensprichwort“ aus früherer Zeit sagt: „Am Klappern kann man nicht erkennen, wie die Mühle mahlt.“ Aber man kann an zufriedenen Gesichtern ablesen, ob es ein gelungener Tag und eine attraktive Veranstaltung war – und zwar bei den zu betreuenden Angehörigen, als auch bei den Organisatoren und Unterstützern! Das Team des FBZ Neubrandenburg bedankte sich sowohl beim Mühlenverein Woldegk, als auch beim Jägerbataillon 413 aus Torgelow mit einem selbst hergestellten Geschenk, mit Motiven dieser Veranstaltung.Das war „ein gerüttelt Maß“ Betreuungsarbeit, vielen Dank, wir kommen gerne wieder!

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