Weitblick in der Familienbetreuung

Weitblick in der Familienbetreuung

  • Aktuelles
  • Familienbetreuung
Datum:
Ort:
Storkow
Lesedauer:
3 MIN

„Über den Horizont hinaus!“ Unter diesem Motto steht die Veranstaltung des Familienbetreuungszentrums (FBZ) Storkow im September. Etwa 50 Angehörige von Einsatzsoldaten sind der Einladung nach Beelitz gefolgt.

Eine kleine Menschengruppe steht auf einem Aussichtsturm

Auf Augenhöhe mit der Turmspitze

Bundeswehr/Hoppe

Sie werden vom Leiter des FBZ im Mehrzweckgebäude der Hans-Joachim-von-Zieten-Kaserne begrüßt. Die Gäste sind eingeladen, den Einsatz der Bundeswehr in Mali aus der historischer Sicht zu betrachten. Die Kinder können ihre Tastsinne im Barfußpark testen. Gemeinsam können die Gäste am Nachmittag die Weiten Brandenburgs auf dem Baumwipfelpfad „Baum&Zeit“ auf sich wirken lassen.

Rauchsäulen über Bamako

Ein Soldat trägt vor Zivilisten – Angehörige von Einsatzsoldaten – vor.

EUTMEuropean Union Training Mission und MINUSMAUnited Nations Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali sind die Schwerpunkte im Informationsteil.

Bundeswehr/Hoppe

„Rauchsäulen über Bamako“, so hat Oberstleutnant der Reserve Matthias Hofmann seinen Vortrag zur historischen Betrachtung des Einsatzes der Bundeswehr überschrieben. Aufmerksam folgen die Gäste der Geschichte eines „geschundenen“ Landes. Eine Nation, die in ihrer Geschichte oft Spielball der „Großmachtinteressen“ Anderer gewesen ist. Dort hilft die Bundeswehr, die Rechtstaatlichkeit zu festigen und den friedlichen Weg des Landes zu sichern. Wie so oft ist der Vortrag des Orientalisten, den das FBZ Storkow schon häufiger auf Veranstaltungen begrüßt hat, eine optimistische und kritische Auseinandersetzung mit der „großen“ Politik. Informativ, tiefgreifend und kurzweilig, so schätzten die Anwesenden den Vortrag ein. Die vorbereiteten Handouts sind schnell vergriffen.
Bevor Oberstleutnant Hofmann die Teilnehmer auf den afrikanischen Kontinent „entführt“, begrüßt Oberstabsfeldwebel Patrick Peltzer die Anwesenden zur dritten Veranstaltung unter „Corona-Auflagen“. In seiner Einführung wirbt er für die Einhaltung des Hygienekonzeptes. Anschließend gibt der Leiter des FBZ Storkow einen Überblick über die Situation in den anderen Einsatzgebieten.

Barfuß durch die Natur

Zwei Kinder und eine Mutter auf dem Barfußpfad

Barfuß durch den Nachmittag

Bundeswehr/Hoppe

Währenddessen sind die mitgereisten Kinder auf den ersten Parcours des Barfußparks in Beelitz-Heilstätten unterwegs. Mit den Füßen die Umwelt erfahren, Gerüche der Natur erleben und die Spuren heimischer Waldbewohner erkennen. So sieht der Vormittag für die „Kids“ aus. Begleitet von den Kinderbetreuungskräften des FBZ, verbringen sie einen ausgelassenen Vormittag. Im Anschluss daran nehmen die Kleinen – ebenfalls in der Natur – die Mittagsverpflegung ein. Die Erwachsenen verköstigen das Speisenangebot der Truppenküchen in der Zieten-Kaserne.

Den Nachmittag verbringen die Gäste hoch über den Baumkronen

Eine Personengruppe auf dem Weg zum Baumkronenpfad.

Auf dem Weg in den Nachmittag.

Bundeswehr/Hoppe

Nach der Mittagpause treffen sich alle zu einem, hoffentlich schwindelfreien Aufstieg zu den Baumkronen und zu den Ruinen von Beelitz-Heilstätten. Erbaut und angelegt als Lungenheilstätte im Kampf gegen Tuberkulose im späten 19. Jahrhundert, schlängelt sich heute in luftiger Höhe auf dem weitläufigen Gelände der Baumkronenpfad „Baum&Zeit“. Bei dem schönen Wetter bieten sich atemraubende Weitblicke und ein 360-Grad-Panorama. Eine gelungene Abwechslung aus dem Alltag und der Enge durch die Cornoa-Auflagen. Gemeinsam erleben die Angehörigen die Kletterröhre, den Aussichtsturm und die „Riesenhängematte“. Zugleich erfahren sie auf ihrem Rundgang viel Interessantes über den märkischen Wald, die Architektur und die Nutzung der nach damaligen Stand der Wissenschaft errichteten Kur- und Heilstätten.
Immer wieder ziehen die Ruinen den Blick auf sich. Und dann ist da noch der sensationelle Weitblick über des grüne „Meer“ des Brandenburger Waldes.
Bevor es zurückgeht, bleibt bei einem Rundgang zu ebener Erde noch genügend Zeit für individuelle Gespräche der Familien mit den ehrenamtlichen Helfern. Oberstleutnant Hofmann freut sich ebenfalls, mit dem einen oder anderen Interessierten im zwanglosen Gespräch Gedanken aus seinem Vortrag zu vertiefen. Fragen der Angehörigen an das Personal des FBZ zeigen die Sorgen um das Infektionsgeschehen in den Einsatzländern und in Deutschland. Oberstabsfeldwebel Peltzer und sein Team können auch diesmal positive Resonanzen von Angehörigen entgegennehmen. Familie F. verabschiedet sich aus der Betreuung mit den Worten, dass jede Veranstaltung für sie ein Highlight sei.

von Peter  Hoppe

Bildergalerie

Nutzen Sie bitte nachfolgend die Pfeiltasten (links/rechts) um zum vorherigen/nächsten Slide zu springen. Nutzen Sie die Tabtaste um innerhalb des aktiven Slides Elemente (wie Links) anzuspringen.

Im Baumkronenpfad auf der Hängematte

Mutig: In 20 Metern Höhe auf der Riesenhängematte.

Mehre Personen posieren auf einem Gitter aus dicken Seilen.

Leiter FBZ Storkow mit Gästen

Immer für „seine“ Gäste erreichbar: Oberstabsfeldwebel Peltzer, Leiter des FBZ Storkow.

Oberstabsfeldwebel Peltzer steht mit Zivilisten auf der Aussichtsplattform.

Hoch nach oben auf dem Aussichtsturm

Der beschwerliche Weg der ehrenamtlichen Mitarbeiter zu den Angehörigen.

Die oberste Etage des Aussichtsturm ist nur über die Treppe zu erreichen.

Eine Rast auf der Riesenhängematte

Auf der „Riesenhängematte“.

Mehrere Personen auf der großen Hängematte des Baumkronenpfades

Hoch über den Köpfen der Besucher

Der Klettertunnel schlängelt sich um den Baumkronenpfad.

Personen krabbeln durch eine Röhre aus Gitterstäben.

Sie verlassen jetzt das Slide Modul. Drücken Sie die Tabtaste zum Fortfahren oder navigieren Sie andernfalls einfach weiter mit den Pfeiltasten.