Kerzen der Hoffnung

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Morgens brennen hier im Kirchenzelt im Camp Castor in Mali häufig Kerzen. In der Nacht wurden sie von Soldatinnen und Soldaten entzündet, die in einem Moment der Stille, des Gebets und des Rückzugs aus dem Dienstalltag hierhergekommen sind. Mit Gedanken der Trauer, der Wut, der Angst, aber auch der Dankbarkeit und der Freude. „Für mich ist es ganz wichtig, mich hierher zurückziehen zu können. Und da will ich niemanden dabeihaben“, sagte mir neulich ein Soldat.
Ein Rückzugsort, mitten in einer gefährlichen Umwelt. Ein Rückzugsort, an dem ich so sein kann, wie ich gerade bin. Mit den Gedanken an die Weltpolitik, an den 11. September, aber auch an meine Lieben zu Hause. Kerzen helfen mir als Zeichen der Konzentration und der Hoffnung, der Erinnerung und Bestärkung. Jesus Christus als Licht der Welt, der meine Dunkelheit erhellt.